Strahlenbelastung im Flugzeug: Gesundheitliche Auswirkungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. Oktober 2007)

Jede Art von ionisierender Strahlung kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken, da Körperzellen geschädigt werden können. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, aufgrund der Höhenstrahlung gesundheitlichen Schaden zu nehmen, hängt von der Strahlendosis ab. So kann eine zu hohe Strahlendosis zu Erkrankungen wie Krebs führen.

Um das Strahlenrisiko einer Person abzuschätzen, verwendet man die so genannte effektive Dosis, welche in Sievert angegeben wird. Die zusätzliche effektive Dosis beträgt bei einem Kurzstreckenflug weniger als ein Prozent der durchschnittlichen jährlichen Strahlendosis von 2,1 Millisievert, bei einem Langstreckenflug fünf Prozent. Zum Vergleich: Bei einer Röntgenaufnahme des Beckens beträgt die effektive Dosis etwa 1,5 bis 1,8 Millisievert.

Somit sind Personen, die nur selten mit dem Flugzeug reisen, einem nur sehr geringem Krankheitsrisiko ausgesetzt, dies gilt auch für Schwangere und Kleinkinder. Die Sorge mancher Schwangeren, dass das Ungeborene aufgrund der Strahlenexposition Schaden bei einem einzelnen Flug nehmen könnte, ist unbegründet, da die erreichten Werte unterhalb der geltenden Grenzwerte liegen. Allerdings sollten Schwangere vor einem Flug einen Arzt zurate ziehen, da andere Faktoren wie zum Beispiel Thrombosegefahr oder Neigung zu Frühgeburten gegen einen Flug sprechen können.

Vielflieger und flugbegleitende Personen dagegen sind Studien zufolge einem leicht erhöhtem Risiko ausgesetzt. Ob sich das Krebsrisiko durch die Belastung beim Fliegen signifikant erhöht, konnte jedoch bisher nicht eindeutig belegt werden.



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