Strahlenbelastung durch Fisch: Strahlenbelastung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

In der Tabelle sind die Aktivitäten für Pb 210 und Po 210, also Radionuklide der natürlichen Zerfallsreihen, für verschiedene Fischarten aus verschiedenen Gewässern zum Vergleich dargestellt.

Es sei hinzugefügt, dass nach einem Bericht des Bundesumweltministeriums (BMU) vom März 2000, neben anderen, noch ca. 100 Bq des auch natürlich vorkommenden K 40 dazukommen. Die aus diesen natürlichen Radionukliden entstandene Strahlenbelastung hängt natürlich von der Menge an verzehrtem Fisch ab, kann aber grundsätzlich als extrem gering angesehen werden.

Aktivitäten verschiedener Fischarten in Bq pro kg Fisch

Nuklid SüßwasserfischeMeeresfischeSchalentiereKrustentiere
Pb 210 0,030 - 0,42 0,025 - 0,800 0,200 - 16 0,080 - 2.8
Po 210 0,190 - 3,7 0,160 - 27,5 6 - 152 0,770 - 75

Der Anteil der künstlich erzeugten Radionuklide in Fischen liegt deutlich unter diesen Werten. So werden in derselben Mitteilung des BMU die folgenden Werte festgestellt:

  • 0,4 Bq an Cs 137 pro Kilogramm Fisch in der Elbe bei Brunsbüttel
  • 1,2 Bq an Cs 137 pro Kilogramm Fisch im Greifswalder Bodden
  • 0,07 Bq an Cs 134 pro Kilogramm Fisch im Greifswalder Bodden

Die Halbwertzeit von Cs 137 beträgt 30,17 Jahre, die von Cs 134 nur 2,06 Jahre.

Es kann damit festgestellt werden, dass die Strahlenbelastung durch Fisch aufgrund künstlicher Radionuklide, selbst bei dem Verzehr von größeren Mengen, vernachlässigbar gering ist.



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