Röntgenpass und Strahlenpass: Schutz vor Strahlenschäden: Strahlenpass

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (26. März 2014)

Wie auch der Röntgenpass enthält der Strahlenpass Informationen darüber, welcher Strahlenbelastung eine Person ausgesetzt war.

Im Gegensatz zum Röntgenpass, den man auf freiwilliger Basis führt, ist ein Strahlenpass für Personen Pflicht, die beruflich in Strahlenschutzbereichen fremder Betriebe arbeiten. Hierzu zählen zum Beispiel Handwerker oder Prüfpersonal, die Arbeiten in einem Atomkraftwerk ausführen müssen.

Der Strahlenpass soll diese Personen davor schützen, einer zu hohen Strahlung ausgesetzt zu sein. Ohne gültigen Strahlenpass dürfen sie bestimmte Bereiche der Anlage nicht betreten.

Der Strahlenpass – ein gelbes Heft im Format A6 – enthält unter anderem Informationen zum Gesundheitsstatus und der bisherigen Strahlendosis, die der Person bisher ausgesetzt war. Zu Beginn einer Tätigkeit muss der Inhaber des Strahlenpasses dem Betrieb das Dokument vorlegen.

Erst wenn der Betrieb geprüft hat, dass Strahlenbelastung für die Person im Rahmen ist, darf diese ihre Arbeit aufnehmen. Während der Tätigkeit wird die tatsächliche Strahlenbelastung mithilfe eines Dosimeters ermittelt und nach Ende der Arbeit im Strahlenpass vermerkt. Sämtliche Informationen zu ausgeteilten Strahlenpässen verwaltet das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)

Die Bestimmung zum Strahlenpass ist gesetzlich in der sogenannten "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift Strahlenpass" verankert. Jeder Pass wird von einer von insgesamt 76 Registrierbehörden ausgestellt. Nach dem Ende der beruflichen Tätigkeit muss der Strahlenpass 30 Jahre lang verwahrt werden.



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