Radar(strahlung): Prinzip

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Dezember 2008)

Die Positionsermittlung beim Radar geschieht mithilfe elektromagnetischer Wellen über so genannte passive Rückstrahlung. Dafür strahlt eine Radarantenne – ein parabolischer Reflektor – Impulse aus gerichteten, scharf gebündelten elektromagnetische Wellen ab. Sobald solche Impulse auf ein Objekt beziehungsweise Hindernis treffen, werden sie von diesem reflektiert und wieder von der Radarantenne empfangen. Diese Daten können auf einem Radarschirm sichtbar gemacht werden. Wird innerhalb kurzer Zeit dasselbe Ziel vermessen, lässt sich bei veränderter Position des Objekts auch dessen Geschwindigkeit errechnen.

Die elektromagnetischen Wellen werden mit Generatoren erzeugt, wie zum Beispiel dem Klystron oder Magnetron. Diese produzieren zum Teil stark ionisierende Strahlung – so genannte Störstrahlung –, beziehungsweise Röntgenstrahlung, obwohl dies nicht der eigentlich Zweck des Geräts ist.

Zu Störstrahlern zählen neben Radaranlagen zum Beispiel auch Elektronenmikroskope oder Kathodenstrahlröhren in Fernsehern und Monitoren. Allerdings ist die Strahlenbelastung durch Fernsehergeräte extrem niedrig und stellt keine Gefahr dar, während die Strahlenmengen, die durch Radaranlagen entstehen, erheblich größer sind und auch entsprechend abgeschirmt werden müssen. Angestellte in Radaranlagen müssen entsprechend Schutzmaßnahmen einhalten, um das Risiko einer Krebserkrankung durch Strahlung zu verringern.



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