Natürliche Strahlenbelastung (natürliche Strahlenexposition ): Terrestrische Strahlung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. August 2007)

Unter der terrestrischen Strahlung versteht man natürliche Strahlung durch Radionuklide und ihren Zerfallsprodukten, welche in den Böden und Gesteinen der Erdkruste vorkommen. Aufgrund der in der Erde vorkommenden Radionuklide ist man in Deutschland im Mittel einer äußeren Strahlenexposition von etwa 0,4 mSv pro Jahr ausgesetzt.

Aufgrund starkem Vorkommen an Monazitsand, der sehr thoriumhaltig ist, gibt es in einigen Teilen der Welt teilweise erheblich höhere terrestrische Strahlenexpositionen als in Deutschland. So ist die terrestrische Strahlenbelastung beispielsweise in einigen Bereichen Brasiliens und Indiens um bis zu zehn Mal höher.

Interne Strahlung

Die in der Natur vorkommenden natürlichen Radionuklide wie zum Beispiel Kalium-40 sowie die Radionuklide der natürlichen Zerfallsreihen, insbesondere das Radon-222, werden vom Menschen durch die Luft, das Trinkwasser und die Nahrung aufgenommen und führen zu einer von innen herrührenden Strahlenexposition von etwa 1,3 mSv pro Jahr. Den Hauptanteil daran hat das Element Radon und seine Zerfallsprodukte.

Viele Gesteine, welche zu Bauzwecken verwendet werden, können zu einer erhöhten Strahlenexposition führen, insbesondere Radionuklide aus den Zerfallsreichen des Thorium-232, Kalium-40 sowie Uran-238.



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