Spannungskopf­schmerzen vorbeugen

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (05. März 2014)

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Fast jeder hat schon einmal Spannungskopfschmerzen gehabt: Der dumpfe, drückende bis ziehende Schmerz tritt meist beidseitig auf. Er ist zwar in der Regel harmlos, kann aber sehr belastend sein. Was tun, damit es gar nicht erst so weit kommt?

Etwa 90 Prozent der Menschen leiden irgendwann in ihrem Leben unter Spannungskopfschmerzen. Nur bei wenigen von ihnen liegt ein sogenannter chronischer Spannungskopfschmerz vor. In diesem Fall sind die Kopfschmerzen an mindestens 15 Tagen im Monat vorhanden – was die Lebensqualität sehr beeinträchtigen kann.

Die Ursachen von Spannungskopfschmerzen sind vielfältig: Hierzu zählen etwa Muskelverspannungen im Nacken- und Schulterbereich und im Bereich der Augen- und Gesichtsmuskeln – zum Beispiel nach langem Sitzen am Schreibtisch. Weitere Auslöser beziehungsweise verstärkende Faktoren sind Stress und psychosomatische Ursachen, aber auch Fehlhaltungen der Halswirbelsäule oder eine Überanstrengung der Augen.

Der Lebenswandel spielt eine wesentliche Rolle: Wer sich zu viel zumutet und gestresst ist, Konfliktsituationen ungelöst lässt, zu wenig schläft, zu viel raucht oder Alkohol trinkt, bekommt eher Spannungskopfschmerzen. Achten Sie darauf, Ihren persönlichen Rhythmus einzuhalten, etwa, indem Sie auf regelmäßige Essen- und Schlafenszeiten achten.

Viele der möglichen Auslöser von Spannungskopfschmerzen können Sie aktiv beeinflussen – zum Beispiel durch:

  • Techniken, die dabei helfen, den Körper besser wahrzunehmen und Stress abzubauen,
  • viel Bewegung,
  • Entspannung oder
  • Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen (vor allem bei chronischem Spannungskopfschmerz).

Daran erkennen Sie Spannungskopfschmerzen

  • Der Schmerz ist drückend bis ziehend, aber nicht pulsierend.
  • Der Schmerz ist in der Regel maximal so stark, dass er alltägliche Verrichtungen allenfalls behindert, aber sie nicht unmöglich macht.
  • Der Schmerz verstärkt sich nicht bei körperlichen Aktivitäten.
  • Der Schmerz macht sich auf beiden Seiten des Kopfs bemerkbar, meist im Bereich der Schläfen, manchmal aber auch im gesamten Kopf
  • Lärm- oder Lichtempfindlichkeit oder leichte Übelkeit können in seltenen Fällen auftreten.

Beachten Sie: Spannungskopfschmerzen sind in der Regel harmlos. Suchen Sie jedoch zur Sicherheit den Arzt auf, wenn:

  • Kopfschmerzen von Anfang an täglich auftreten,
  • Kopfschmerzen regelmäßig auftreten,
  • Schmerzmittel nicht richtig gegen die Schmerzen wirken
  • die Attacken zunehmen und / oder
  • sich die Art oder Intensität gewohnter Kopfschmerzen verändert.

Treten Kopfschmerzen mit weiteren Symptomen wie zum Beispiel Lähmungserscheinungen, Orientierungslosigkeit oder Gefühlsstörungen auf, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt zurate ziehen. Auch nach Verletzungen, bei Fieber oder wenn die Schmerzen an Dauer und Stärke zunehmen, ist eine medizinische Abklärung erforderlich, ebenso bei täglich oder fast täglich auftretenden Kopfschmerzen.

Bei heftigen, plötzlichen Kopfschmerzen, die mit steifem Nacken, hohem Fieber und Symptomen wie zum Beispiel epileptischen Anfällen verbunden sind, handelt es sich um einen Notfall, der umgehend behandelt werden muss.



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