Handgymnastik

Veröffentlicht von: Till von Bracht (27. Mai 2013)

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Handgymnastik umfasst verschiedene Übungen, welche die Handmuskulatur dehnen und kräftigen. Täglich führen wir problemlos tausende von Handgriffen aus. Wer in Beruf oder Freizeit bestimmte Bewegungsmuster ständig wiederholt, bemerkt meist irgendwann, dass Muskeln und Sehnen überlastet sind und streiken.

Lassen Sie es nicht so weit kommen und bieten Sie Ihren Händen und Armen ein wenig Abwechslung – zum Beispiel mit einer kleinen Handgymnastik.

Tausende Male mit der Computermaus klicken, eine Schraube nach der nächsten eindrehen, hunderte Male den Tennis- oder Golfball schlagen – diese wiederholten gleichförmigen Bewegungsabläufe der Hände und Arme können zu kleinsten Verletzungen im Inneren des Arms und zu typischen Schmerzen führen, die man unter dem Begriff RSI ("Repetitiv Strain Injury") zusammengefasst. Bekannt sind RSI-Syndrome auch als Golferellenbogen, Maus- oder Tennisarm. Um diesen Erkrankungen vorzubeugen, ist es ratsam, die beruflichen Tätigkeiten (z.B. am Computer) und das sportliche Training (etwa beim Tennis oder Golf) möglichst abwechslungsreich zu gestalten und häufiger kleine Pausen zur Entlastung einzulegen. Diese Unterbrechungen eignen sich hervorragend, um mit einer kurzen Handgymnastik möglichen Überlastungsschäden vorzubeugen.

Eine Frau streckt die Hände.

Ergreifen Sie jede Gelegenheit für eine kurze Handgymnastik, um Hand- und Armschmerzen vorzubeugen.

Die Muskulatur spannt sich bei Tätigkeiten in unterschiedlichem Maße an. Für die optimale Muskelfunktion ist Entspannung als Ausgleich ebenso wichtig wie Anspannung. Neben Übungen zur Kräftigung sind Dehnübungen für eine ausgeglichene Muskelspannung sinnvoll. Ein RSI-Syndrom zieht insbesondere die Unterarmmuskulatur und die im Unterarm ansetzende Handmuskulatur in Mitleidenschaft. Deshalb ist Dehnung für diesen Muskel besonders wichtig.

Kalte Hände sind häufig Vorboten des Mausarms. Die Handgymnastik fördert die Durchblutung, so dass die Hände wohlig warm bleiben.

Mit einem abwechslungsreichen Bewegungsangebot lässt sich das RSI-Risiko einschränken. Einige Menschen sind stärker veranlagt, an RSI zu erkranken, als andere. Für sie ist Handgymnastik besonders wichtig.



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