Fit wie ein Profi – Fitnesstipps

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. August 2014)

© Jupiterimages/Digital Vision

Ob EM oder WM: Alle Fußball-Teams bereiten sich intensiv auf den sportlichen Wettbewerb vor. Bereits Wochen vorher rufen die jeweiligen Nationaltrainer ihr Team zusammen, damit es sich körperlich und mental auf das Turnier einstellen sowie taktische Raffinessen einstudieren kann. Alles für ein Ziel: als Sieger des Endspiels den begehrten Pokal in Empfang zu nehmen!

Fitnesstraining der Profis

Fußball: Elf Spieler auf der einen Seite des Feldes treten gegen elf Spieler auf der anderen Seite an und versuchen, innerhalb von 90 Minuten mehr Tore zu schießen als der Gegner. Klingt gar nicht so schwierig, ist es aber – zumindest im Leistungssportbereich. Besonders in der heutigen Zeit, in der Athletik, Technik, Auffassungsgabe, Konzentration und Schnelligkeit den Kampf um das berühmte Leder immer mehr prägen.

Vergleicht man etwa Fernsehaufnahmen eines Fußballspiels aus den 1970ern oder 1980er Jahren mit aktuellen TV-Aufnahmen, fällt der Unterschied zu damals sofort auf: Die heutigen Profis rennen schneller, setzen die Gegenspieler beim Verteidigen mehr unter Druck, laufen mehr, passen zügiger und schießen härter. Wer also heute im Profifußball mithalten möchte, muss fitter sein als noch zu Zeiten von Franz Beckenbauer oder Pelé.

Das Bild zeigt zwei verdreckte Fußballspieler. © Jupiterimages/Polka Dot Images

Die Fitness spielt eine wichtige Rolle im Profi-Fußball.

Aus diesem Grund besteht das moderne Fußballtraining auch nicht mehr ausschließlich aus fußballspezifischen Einheiten, in denen der Trainer zweimal am Tag Taktik, Zusammenspiel, Pass- und Balltechnik üben lässt. In der heutigen Zeit spielen Fitnesseinheiten auf dem Fußballplatz oder im Fitnessraum eine immer größere Rolle. Natürlich machten auch Spieler früherer Generationen Waldläufe und kräftigten sich mit Liegestützen und Kniebeugen. Der große Unterschied zu damals: Fitnessanteile wie Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination haben gegenwärtig eine größere Bedeutung als in den 1970er oder 1980er Jahren. Der Grund: Immer mehr wissenschaftliche Studien belegen, dass fittere Fußballer erfolgreicher sind und sich zudem weniger verletzen.

Deshalb sind in aktuellen Fernsehbeiträgen über die Nationalmannschaft oder Bundesligaclubs auch immer häufiger Profispieler zu sehen, die mit einem Gummiband um die Beine herum im Entenschritt über den Platz laufen oder Gewichte über den Rasen schleifen. Meist sind es speziell ausgebildete Fitnesstrainer, die solche Übungen anleiten: Sie orientieren sich mit ihrem Fitnessplan an aktuellen trainingswissenschaftlichen Erkenntnissen und unterstützen die sportliche Leitung aus Chef- und Co-Trainer. Die speziellen Fitnessübungen dienen dazu, den Rumpf zu stabilisieren, Kraft und Schnellkraft der Spieler auszubauen und die Koordinationsfähigkeit zu verbessern. Dabei zielt das Training nicht nur auf die Beine ab: Die Übungen sollen die Muskulatur des gesamten Körpers beanspruchen und formen.

Individualisierung – auch im Fußball

Die Fitnesseinheiten sind zudem individuell auf das Leistungsvermögen der Spieler abgestimmt. Zu diesem Zweck sammeln die Fitnesstrainer Daten aus Leistungstests und Blutanalysen jedes einzelnen Spielers.

Das Bild zeigt einen Fußballer, der mit dem Ball am Fuß über den Platz rennt. © Jupiterimages/Stockbyte

Vor allem Mittelfeldspieler brauchen eine besonders hohe Ausdauerleistungsfähigkeit.

Anhand der Werte stellen die Trainer für jeden einzelnen Spieler ein individuelles Fitnessprogramm zusammen. Wie das Fitnesstraining gestaltet ist, hängt dabei auch von Faktoren wie der Spielposition des Spielers ab – denn: Ein Mittelfeldspieler läuft während des Spiels grundsätzlich weitere Strecken als etwa ein Stürmer. Ersterer braucht folglich eine gute Ausdauerleistungsfähigkeit. Der Stürmer sprintet als Stürmer dafür im Schnitt häufiger und benötigt deshalb mehr Schnellkraft.



Apotheken-Notdienst