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Entspannung: Wirkung auf Körper & Psyche

Veröffentlicht von: Till von Bracht (19. Januar 2010)

Wenn wir uns entspannen, äußert sich dies auf zwei Ebenen: Bestimmte Körperprozesse verändern sich (sog. physiologische Ebene), und auch unsere Psyche profitiert von dem angenehmen Gefühl der Ruhe und des Wohlbefindens.

Entspannung und Körper

Was passiert eigentlich in unserem Körper, wenn wir uns entspannen? Für ein besseres Verständnis hilft es, das sogenannte vegetative Nervensystem (auch autonomes Nervensystem genannt) zu betrachten. Das vegetative Nervensystem funktioniert wie eine Art Schaltzentrale des zentralen Nervensystems; es steuert Körperfunktionen wie Herzschlag, Atmung und Blutdruck und besteht im Prinzip aus zwei Teilen: dem Sympathikus und dem Parasympathikus.

Der Sympathikus befähigt den Menschen bei Belastungen und Stress dazu, aktiv zu werden und körperliche und geistige Höchstleistungen zu vollbringen: Die Hormone Adrenalin und Noradrenalin werden ausgeschüttet, das Herz schlägt schneller, Blutdruck und Atemfrequenz steigen, die Muskelspannung nimmt zu, Zucker- und Fettreserven werden mobilisiert.

Der Gegenpol zum Sympathikus ist der Parasympathikus. Er sorgt dafür, dass wir uns regenerieren und entspannen, indem er bestimmte Körperprozesse und Organfunktionen "dämpft", unter anderem:

  • Der Spannungszustand der Muskulatur nimmt ab (sog. neuromuskuläre Veränderungen) und die Muskeln in Armen, Beinen und im Rumpf entspannen sich.
  • Die Atmung verändert sich: Wer entspannt ist, atmet langsamer, gleichmäßiger und tiefer. Die Atmung geht mehr in den Bauch und fließt leichter.
  • Das Herz schlägt langsamer, die Pulsfrequenz nimmt ab und der Blutdruck sinkt. Außerdem kommt es zu einer sogenannten Gefäßerweiterung (Vasodilatation): Die Blutgefäße weiten sich, sodass mehr Blut hindurchfließen kann. Dies äußert sich vor allem in Fingern und Füßen und wird als Kribbeln wahrgenommen. Zudem kann ein Gefühl der Wärme in Händen, Armen und Beinen entstehen – ein sicheres Zeichen dafür, dass der Körper entspannt.
  • Im Zustand der Entspannung lassen sich veränderte Hirnströme feststellen, besonders bei den sog. Alphawellen. Alphawellen fungieren wie eine Art Entspannungs-Barometer und treten in entspannten Zuständen verstärkt auf.
Eine Frau liegt unter blauem Himmel mit geschlossenen Augen auf einer Wiese. © Jupiterimages/Top Photo Group

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