Doping

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. Juni 2012)

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Doping gibt es schon seit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit (1896 in Athen). Und auch heute greifen viele Sportler im Wettkampf zu Doping- und Arzneimitteln, um ihre körperliche Leistung zu steigern und auf dem Siegerpodest zu stehen.

Ob im Radrennsport, beim Bodybuilding oder in der Leichtathletik – die Liste der verwendeten Dopingmittel im Sport ist lang: Anabolika, Hormone, Aufputschmittel oder Blutdoping sind unter Athleten und in Bodybuilder-Kreisen bekannt. Doch ein Sportler missachtet durch den Gebrauch von Dopingmitteln nicht nur die Regeln der Fairness und kommt durch unrechtmäßige Methoden zu sportlichen Erfolgen – er nimmt durch Doping auch erhebliche Gesundheitsrisiken in Kauf.

Doping ist im Leistungssport weit verbreitet: Sportler wie der Radrennfahrer Lance Armstrong, Kurzstreckenläuferin Kathrin Krabbe-Zimmermann und Olympiasieger Ben Johnson machten nicht nur durch sportliche Erfolge von sich reden. Auch positive Dopingkontrollen tauchen im sportlichen Werdegang dieser Wettkämpfer auf. Ein weiterer berühmter Fall von Doping im Sport ist die ehemalige Kugelstoßerin und Europameisterin von 1986, Heidi Krieger. Sie wurde Opfer des DDR-Staatsdopings. Bereits als Teenager führten die Trainer ihr ohne ihr Wissen Anabolika zu, die dem männlichen Sexualhormon Testosteron nachempfunden sind. Später unterzog sich die dadurch stark vermännlichte Heidi Krieger einer Geschlechtsumwandlung. Heute heißt sie Andreas.

Das Bild zeigt zwei Radrennfahrer. © Jupiterimages/Digital Vision

Im Radrennsport ist Doping weit verbreitet.

Aber nicht nur im Wettkampfsport gibt es Dopingfälle. Umfragen deuten darauf hin, dass auch im Freizeitsport Dopingmittel im Umlauf sind. Demzufolge nimmt etwa jeder vierte männliche Sportler, der in einem Fitnessstudio trainiert, leistungssteigernde Medikamente zu sich, bei Frauen sind es rund 14 Prozent. Dabei standen Wachstumshormone und anabole Steroide ganz oben auf der Liste der am häufigsten verwendeten Substanzen.

Die Ursprünge des Begriffs Doping liegen in Südafrika. Dort wurde ein starker Schnaps als "Dop" bezeichnet, den die Eingeborenen aufgrund seiner anregenden Wirkung tranken. Die weißen Einwanderer Südafrikas und später die Engländer behielten den Begriff bei und beschrieben damit allgemein Getränke mit stimulierender Wirkung. In einem englischen Lexikon aus dem Jahr 1889 ist Doping als eine Mischung aus Opium und Schmerzmitteln verzeichnet. Eine solche Mixtur wurde damals bei Pferderennen verwendet.

Heute versteht man unter Doping die Einnahme von unerlaubten Substanzen oder den Einsatz von unerlaubten Methoden im Sport, die die körperliche Leistungsfähigkeit (im und außerhalb des Wettkampfs) steigern. Dopingmittel können aber auch eingesetzt werden, um die Regenerationsfähigkeit des Körpers zu verbessern oder um andere Doping-Substanzen zu vertuschen und somit deren Nachweis bei einer Doping-Kontrolle zu verhindern.



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