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Diabetes und Sport

Veröffentlicht von: Till von Bracht (12. Juni 2015)

Diabetes und Sport: Das ist kein Widerspruch – im Gegenteil! Insbesondere Menschen mit Diabetes Typ 2 profitieren von regelmäßiger körperlicher Aktivität. Der Grund: Sport steigert dauerhaft die Insulinempfindlichkeit der Zellen – und kann dadurch langfristig dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel auf natürliche Art zu senken.

Auch für Personen mit Diabetes Typ 1 gilt: Sie können im Prinzip jede Art von Sport ausüben, und damit ihrer Gesundheit etwas Gutes tun – sie sollten nur immer ihren Blutzuckerspiegel im Auge behalten.

Einige Typ-1-Diabetiker sind sogar trotz ihrer Erkrankung zu Hochleistungssportlern geworden – zum Beispiel Matthias Steiner, Europameister und Olympiasieger im Gewichtheben, oder Fußballspieler Dimo Wache: Wache spielte bis Mitte 2010 als Torwart beim Bundesligisten Mainz 05.

Wer Diabetes hat, muss beim Sport ein paar Dinge beachten: Denn nichts wirbelt den Blutzucker, seinen Stoffwechsel und dessen Regulation so durcheinander, wie ein plötzlich stark erhöhter Energieverbrauch durch Bewegung und körperliche Anstrengung.

Die Herausforderung für Diabetiker beim Sport liegt also darin, starken Blutzuckerschwankungen – wie etwa einer Unterzuckerungvorzubeugen. Mit Wissen, Übung und ein wenig Geduld können Sie dieses Risiko aber gut in den Griff bekommen – dann steht dem Sportvergnügen nichts mehr im Wege!

Und der Aufwand zahlt sich in jedem Fall aus. Denn regelmäßige Bewegung

  • steigert nachweislich das Wohlbefinden,
  • beugt Übergewicht vor
  • und hält bis ins hohe Alter körperlich und geistig fit.

Gerade zu Beginn eines Diabetes mellitus Typ 2 trägt Sport wesentlich dazu bei, dass Diabetiker über Jahre hinweg auf Medikamente verzichten können. Wissenschaftliche Studien konnten sogar zeigen, dass regelmäßiges Ausdauertraining einen ähnlichen Effekt auf den Blutzuckerspiegel hat wie blutzuckersenkende Medikamente.

Aber selbst wenn die Erkrankung weiter fortgeschritten ist, profitieren Typ-2-Diabetiker von Sport.

Zusammen mit einer gezielten Ernährungsumstellung und Medikamenten bildet Sport eine der drei Säulen in der Therapie von Diabetes Typ 2.

Nicht zuletzt trägt regelmäßiger Sport dazu bei, Diabetes Typ 2 vorzubeugen: Wer sich viel bewegt und gesund ernährt, senkt sein Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Personen mit Typ-2-Diabetikern im familiären Umfeld sollten daher besonders auf körperliche Aktivität achten.

Dabei spielt es keine Rolle, wie diese körperliche Aktivität genau aussieht: Ob Radfahren, Schwimmen oder Laufen – wer die richtige Aktivität für sich gefunden hat, kann an Sport viel Freude haben und ganz nebenbei etwas für seine Gesundheit tun!

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