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Diabetes und Sport: Typ-2-Diabetes und Sport

Veröffentlicht von: Till von Bracht (12. Juni 2015)

Wer regelmäßig Sport treibt und sich bewegt, beugt effektiv einem Diabetes vom Typ 2 vor. Denn Bewegungsmangel zählt neben einer entsprechenden Veranlagung und falscher Ernährung zu den Hauptrisikofaktoren des Typ-2-Diabetes.

Aber Sport spielt nicht nur eine große Rolle in der Vorbeugung dieser Stoffwechselerkrankung. Sport und Bewegung bilden gemeinsam mit einer abgestimmten Ernährungsumstellung und der angemessenen Therapie mit Medikamenten die drei Säulen in der Therapie des Typ-2-Diabetes.

Sport und Bewegung erhöhen die Empfindlichkeit der Zellen für Insulin

Die Bauchspeicheldrüse eines Typ-2-Diabetikers produziert zu Beginn der Erkrankung noch genügend Insulin. Allerdings werden die Zellen weniger empfindlich gegenüber Insulin (sog. Insulinresistenz), das im Körper als ein wichtiger Regulator des Zuckerspiegels fungiert. Die Folge: Die Zellen nehmen weniger Zucker aus dem Blut auf. Der Blutzuckerspiegel ist erhöht.

Regelmäßiges körperliches Training steigert dauerhaft die Insulinempfindlichkeit der Zellen – und kann dadurch auch langfristig dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel auf natürliche Art zu senken.

Außerdem leben Typ-2-Diabetiker mit einem erhöhten Risiko für Arterienverkalkungen (Arteriosklerosen). Die Gefahr, dass sie beispielsweise einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleiden, ist dadurch größer. Auch hier kann Sport helfen: Denn wer sich regelmäßig bewegt, trägt dazu bei,

  • den Blutdruck zu senken,
  • die Cholesterinwerte zu normalisieren
  • sowie Übergewicht abzubauen.

Welcher Sport ist für Typ-2-Diabetiker sinnvoll?

Experten empfehlen für Typ-2-Diabetiker eine Kombination aus Kraft- und Ausdauersport. Dabei gilt:  Verteilen Sie Ihr Training möglichst auf mehrere Tage: Trainieren Sie lieber fünf Mal pro Woche eine halbe Stunde, als einmal in der Woche zweieinhalb Stunden.

Insbesondere Ausdauersportarten wie Schwimmen und Nordic Walking eignen sich sehr gut, um den Blutzucker zu senken. Denn wer zum Beispiel schwimmt, bringt viele Muskeln des Körpers in Bewegung, die zur Energiegewinnung Zucker aus dem Blut aufnehmen müssen. Die Folge: Die Empfindlichkeit der Muskeln gegenüber dem Insulin steigt.

Diese Sportarten belasten die Gelenke zudem wenig. Das ist auch beim Radfahren der Fall. Die Vorteile dieser Sportarten sollten alle nutzen, die ein paar Pfunde zu viel mit sich herumtragen und ihre Gelenke schonen möchten.

Beim Joggen gilt das Motto: "Laufen ohne zu Schnaufen". Führen Sie Ihren Körper nicht an die Belastungsgrenze. Laufen Sie stattdessen so, dass Sie sich noch unterhalten können.

Auch Krafttraining ist für Typ-2-Diabetiker sinnvoll. Sportarten wie Rudern und Kampfsport sowie das Training auf dem Crosstrainer oder an Kraftstationen verbessern den Zuckerstoffwechsel und bringen ganz nebenbei die Muskeln zum Wachsen.

Beim Krafttraining gilt für Diabetiker die Devise: Weniger ist mehr. Wählen Sie zum Beispiel beim Training mit Hanteln nur solche Gewichte, die Sie locker acht bis zehn Mal stemmen können – und dies dreimal hintereinander. Achten Sie beim Krafttraining darauf, Ihren gesamten Körper zu trainieren – also die Muskeln der Arme, des Rumpfes und der Beine.


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