Anzeige

Anzeige

Aquafitness

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (14. April 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Viele Schwimm- und Thermalbäder bieten Aquafitness-Kurse an. Und Gesundheits- und Freizeitsportler jeden Alters nehmen das Angebot gerne wahr. Aus diesem Grund gehören Sportbegeisterte, die durchs Wasser joggen oder ihren Körper mit Aquaübungen dehnen und strecken, mittlerweile zu alltäglichen Besuchern eines Schwimmbads.

Die Wurzeln der Aquafitness-Bewegung lassen sich in den USA finden. Dort entwickelten Sporttrainer bereits in den 1970er Jahren erste Methoden der heutigen Aquafitness, wie zum Beispiel Aquajogging oder die Aquagymnastik. Erst zu Beginn der 1990er Jahre überquerte die Aquafitness-Welle den atlantischen Ozean und breitete sich auch in weiten Teilen Westeuropas aus – unter anderem auch in Deutschland.

Bis dahin war in Deutschland nur die klassische Wassergymnastik bekannt. Diese richtete sich bis zu diesem Zeitpunkt in erster Linie an ältere und kranke Menschen in Rehabilitations- und Fachkliniken. Im Gegensatz zur klassischen Wassergymnastik wendet sich die Aquafitness an ein breiteres Publikum. Außerdem macht sie sich mehr als es bei Wassergymnastik der Fall ist gezielt die Eigenschaften des Wassers zunutze, anstelle "nur" die Übungen ins Wasser zu verlegen. Die Übungen erfolgen im, mit und gegen das Wasser.

Zudem dient Aquatraining nicht nur dem Zweck einer Rehabilitation nach einer Erkrankung. Bei Aquafitness treten vielmehr Faktoren wie Spaß, Spiel, Fitness und Gesundheit in den Vordergrund – ohne den therapeutischen Nutzen des Aquatrainings außer Acht zu lassen.

Egal ob Joggen, Radfahren, Boxen oder Tanzen: In den letzten Jahren haben sich immer mehr Fitnesstrends den Weg vom Land ins Wasser gebahnt. Immer neue Aquafitness-Methoden entstanden – von Aquaboxing über Aquacycling bis hin zum Aquadancing – und locken zunehmend Fitnessbegeisterte ins kühle Nass. Neben Freizeit- und Gesundheitssportlern nutzen auch Leistungssportler die Trainings-Effekte, die sich durch Aquafitness erzielen lassen.

Schwangere entspannt im Wasser. © Jupiterimages/Pixland

Aquafitness: Gesundheitssport für Mann und Frau

Fitness mit Auftrieb

Was macht den Reiz des Trainings im Wasser aus? Wie unterscheidet sich der Trainingserfolg eines Aquafitness-Kurses von Trainingsprogrammen im Fitnessstudio oder in der Turnhalle?

Der entscheidende Unterschied: Aquafitness nutzt die spezifischen Eigenschaften des Wassers, um das körperliche Training zu optimieren und die Fitness zu steigern. Zu ihnen zählen insbesondere physikalische Eigenschaften, wie etwa Auftrieb, Wasserwiderstand oder Wärmeleitfähigkeit, die Wasser als Trainingsmedium attraktiv machen.

Der Wasserwiderstand zwingt die Muskeln zu mehr Arbeit als der Luftwiderstand. Dadurch werden im Wasser mehr Muskeln gleichzeitig und intensiver aktiviert. Kraft und Ausdauer lassen sich dadurch optimal trainieren.

Der Auftrieb des Wassers schont die Gelenke, indem er den Körper in eine Art "Schwerelosigkeit" versetzt. Das Schweben im Wasser aktiviert gleichzeitig das Gleichgewichtssystem. Denn es ist gar nicht so leicht, im Wasser eine bestimmte Position einzunehmen beziehungsweise zu halten. Die Bewegungen müssen hierfür gezielter abgestimmt (koordiniert) werden als an Land. Aquafitness nutzt diesen Effekt ganz gezielt, um Gleichgewicht, Koordinationsfähigkeit und Beweglichkeit zu verbessern.

Und ganz nebenbei erhöht allein der Aufenthalt im Wasser den Kalorienverbauch. Denn kühles Wasser entzieht dem Körper mehr Wärme als Luft der gleichen Temperatur. Der Grund: Wasser leitet Wärme besser als Luft (sog. Wärmeleitfähigkeit). Der Organismus muss also mehr Wärme produzieren, um den erhöhten Wärmeverlust im Wasser auszugleichen und die Körpertemperatur konstant zu halten. Das gelingt ihm, indem er mehr Energie und damit mehr Kalorien verbraucht als an Land – ein Effekt, von dem besonders Menschen mit Übergewicht im Zusammenhang mit Aquafitness profitieren.


Apotheken-Notdienst

Anzeige