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Schuppenflechte: Schweregrad bestimmt über Behandlungserfolg

Allein in Deutschland leben rund zwei Millionen Betroffene: Schuppenflechte (Psoriasis) gehört laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den schwersten nichtinfektiösen Krankheiten der Welt.

Je nach Schweregrad der chronischen und lebenslangen Erkrankung belasten die silbrig-schuppigen Hautstellen (Plaques) die betroffenen Menschen enorm. Vor allem ihre Lebensqualität leidet: Treten Plaques an Händen, Füßen oder Kopf auf, werden alltägliche Bewegungsabläufe zur Qual. Im sozialen Umfeld gehören Diskriminierungen für viele Menschen mit Schuppenflechte zum Alltag.

Gleichzeitig hat die Mehrheit der deutschen Patienten die Hoffnung auf eine symptomfreie Haut aufgegeben: 57 Prozent glauben laut einer aktuellen Patienten-Umfrage nicht mehr daran, dass die Beschwerdefreiheit ein realistisches Behandlungsziel ist.1

Was viele Patienten aber nicht wissen:

Die Therapiefortschritte der letzten Jahre sind enorm – mittlerweile ist Schuppenflechte gut behandelbar. Aktuell diskutieren Fachmediziner darüber, die Beschwerdefreiheit als neues offizielles Behandlungsziel bei Psoriasis festzulegen.

Die individuellen Behandlungsmöglichkeiten hängen stark vom persönlichen Schuppenflechte-Schweregrad ab.

Thinkstock, 497411699, iStock, Suze777

Dabei gilt:

  • Es beginnt bereits beim Gespräch mit dem Arzt: Wer hier krankheitsbedingte Belastungen im Berufs- und Privatleben herunterspielt oder verschweigt, um nicht als wehleidig zu gelten, riskiert eine fehlerhafte Einstufung der Schuppenflechteerkrankung – und begrenzt damit die Auswahl an Therapieformen, die dem Arzt zur Verfügung stehen.
  • Diagnostiziert der Hautarzt eine mittelschwere bis schwere Schuppenflechte, kann der Patient mit hochwirksameren Therapien behandelt werden.

Doch was genau bedeutet das für den nächsten Arztbesuch?

Welche Therapieoptionen gibt es für Schuppenflechte-Patienten?

Wo finden sie spezialisierte Hautärzte, die alle zugelassenen Behandlungsformen kennen und anwenden?

Mehr Behandlungsmöglichkeiten durch richtige Schweregrad-Einstufung

Das Gespräch mit dem behandelnden Arzt ist entscheidend: Häufig verschweigen Patienten beim Arzttermin krankheitsbedingte Auswirkungen auf ihr Berufs- und Privatleben, weil sie sich schämen oder nicht wehleidig wirken möchten.

Doch ein Verharmlosen kann eine falsche Schweregrad-Einstufung zur Folge haben – und damit die Behandlungsmöglichkeiten einschränken.

Denn: Der Arzt bestimmt den Schweregrad nicht allein anhand der Größe, Ausbreitung und Intensität der Plaques. Genauso entscheidend ist laut offizieller Therapie-Leitlinie für Psoriasis die Beeinträchtigung der Lebensqualität – und dabei ist der Hautarzt auf die offene und ehrliche Auskunft seines Patienten angewiesen.2

Dermatologischer Lebensqualitäts-Index (DLQI): Zehn Fragen bestimmen über den Schweregrad

Thinkstock, 510954892, iStock, PositiveFocus

Auch bei Patienten mit relativ kleinen und weniger starken Plaques kann die Lebensqualität stark eingeschränkt sein, was bei der Schweregradbestimmung berücksichtigt wird. Entscheidend sind psychische Belastungen und Beeinträchtigungen im Lebensalltag.

Um die krankheitsbedingten Einbußen der Lebensqualität zu bestimmen, verwenden die meisten Hautärzte den sogenannten Dermatologischen Lebensqualitäts-Index (DLQI). Dabei handelt es sich um ein international anerkanntes Messverfahren, das aus zehn Fragen besteht und mithilfe eines Punktesystems die Lebenssituation der vergangenen Woche bewertet.

Bei einem Ergebnis von 10 oder mehr DLQI-Punkten liegt voraussichtlich eine mittelschwere bis schwere Schuppenflechteerkrankung vor, die vom Hautarzt mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden sollte.

Deshalb gilt: Wer sich aufgrund der Schuppenflechte in seiner Lebensqualität eingeschränkt fühlt, sollte dies dem Hautarzt wahrheitsgemäß mitteilen. Nur dann können alle Therapieoptionen erwogen werden.

Dabei ist natürlich auch die Wahl des behandelnden Arztes entscheidend: Patienten können im Internet nach spezialisierten Hautärzte und -Praxen in ihrer Nähe suchen, die alle verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten kennen.


1„Clear about Psoriasis“-Umfrage 2016, Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag von Novartis. URL: https://www.novartis.de/news/media-releases/weltweit-groesste-schuppenflechte-umfrage-bestaetigt-psoriasis-macht-auch-die. (Abruf am 16.8.2016)

2Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF): Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris. Download (PDF): http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-001l_S3_Psoriasis_vulgaris_Therapie_01_abgelaufen.pdf. (Abruf am 16.8.2016)

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