Schuppenflechte-Behandlung: Örtliche Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

Bei der örtlichen Behandlung der Schuppenflechte werden die Wirkstoffe direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen – zum Beispiel in Form von Cremes, Salben und Lotionen. Darüber hinaus stehen auch Badezusätze zur Verfügung, die die Hautbeschwerden lindern.

Bei einem akuten Psoriasis-Schub muss die dicke Hornschicht zunächst mit entsprechenden Salben, Vaseline und Bädern entfernt werden. Diesen Vorgang nennt man auch Keratolyse. Meist enthalten die verwendeten Produkte Harnstoff oder Salicylsäure.

Erst, wenn die Schuppenschicht beseitigt ist, können spezielle Medikamente gegen die Entzündung zu ihrem Wirkort, den lebenden Hautzellen, vordringen. Hier sind synthetisch hergestellte Vitamin-D-Präparate und Kortisonpräparate (Kortokoide) geeignet:

  • Kortikoide wirken entzündungshemmend und drosseln zugleich die übersteigerte Zellvermehrung. Sie werden meist zeitlich begrenzt eingesetzt und teilweise mit anderen Wirkstoffen kombiniert – eine zu lange Behandlung über mehrere Monate hinweg kann unter anderem dazu führen, dass die Haut dünner wird (sog. Atrophie) und Schaden nimmt.
  • Vitamin-D-Analoga wie Calcipotriol verlangsamen das Wachstum der Keranozyten und wirken ebenfalls entzündungshemmend. Die Produkte können auch über einen längeren Zeitraum hinweg angewandt werden. Als Nebenwirkung können beispielsweise Hautirritationen entstehen.


Mit speziellen Salben und Cremes können Sie die Beschwerden lindern. © Jupiterimages/iStockphoto

Mit speziellen Salben und Cremes können Sie die Beschwerden lindern.




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