Hautpflege bei Schuppenflechte

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

© Jupiterimages/iStockphoto

Schuppenflechte (Psoriasis) ist nicht gefährlich – dennoch kann der Leidensdruck für Betroffene sehr hoch sein. Auch, wenn Schuppenflechte chronisch verläuft und immer wieder Schübe auftreten – wer auf sich achtet und die Haut sorgfältig pflegt, kann sich trotz der Erkrankung wieder wohler in seiner Haut fühlen!

Schuppige, scharf begrenzte, rote Hautstellen sind – neben Juckreiz – typische Anzeichen für eine Schuppenflechte. Während bei manchen Menschen mit Schuppenflechte nur einzelne Hautveränderungen auftreten, zum Beispiel an Knien oder Ellenbogen, kann Schuppenflechte bei anderen Personen den ganzen Körper befallen. Die Haut verdickt sich an den betroffenen Bereichen und beginnt zu schuppen.

Basis jeder Therapie bei Schuppenflechte ist in jedem Fall die konsequente und sorgfältige Hautpflege!

Wichtig ist, in Sachen Pflege auf die richtigen Produkte zurückzugreifen, so zum Beispiel auf Präparate mit Harnstoff (Urea), um trockener Haut ausreichend Feuchtigkeit zu geben und so die natürliche Hautbarriere zu schützen.

Hautpflege: das A & O

Egal, um welche Form der Schuppenflechte (Psoriasis) es sich handelt und ob akute Hautveränderungen bestehen: Die sorgfältige Hautpflege gehört immer zur Therapie dazu!

Auch, wenn Sie momentan keine Beschwerden haben: Die konsequente Hautpflege ist das A & O, denn sie hilft dabei, mögliche neue Krankheitsschübe abzumildern – oder gar aufzuschieben.

Menschen mit Schuppenflechte haben häufig trockene Haut. © Jupiterimages/Brand X Pictures

Menschen mit Schuppenflechte haben häufig trockene Haut.

Die natürliche Hautbarriere ist bei Menschen mit Schuppenflechte gestört, zudem ist die Haut häufig – wenn auch nicht immer – sehr trocken. Die richtige Pflege schützt die angegriffene Hautbarriere und beugt einem Austrocknen der empfindlichen Haut vor. Ohne ausreichende Pflege können neue Psoriasisherde leichter entstehen.

Wenn Sie zu fettarmer, trockener Haut neigen, sollten Sie auf Pflegeprodukte mit einem hohem Fettgehalt und einem niedrigen Wasseranteil zurückgreifen.

Zur täglichen äußerlichen Anwendung eignen sich ureahaltige Pflegeprodukte, die die Abschuppung der Haut unterstützen. Zusätzlich wird durch den natürlichen Feuchthaltefaktor Urea (Harnstoff) die Haut mit Feuchtigkeit versorgt. Ist Ihre Haut eher fettig, sollte es umgekehrt sein: Ein hoher Wassergehalt und ein niedriger Fettanteil sind hier in Form von Cremes und Lotionen ideal.

Es gilt der Merkspruch: Nass auf nass, trocken auf trocken.

Tipps zur Hautpflege bei Schuppenflechte:

  • Greifen Sie auf neutrale, rückfettende Waschemulsionen, Dusch- und Badeöle zurück. Pflegeprodukte mit Harnstoff (Urea) binden die Feuchtigkeit und halten die Haut so geschmeidig.
  • Baden Sie nicht zu lange und nicht zu heiß (die Wassertemperatur sollte nicht über 37 Grad betragen). Ansonsten kann Ihre Haut leicht austrocknen.
  • Zu starkes Trockenrubbeln mit dem Handtuch kann neue Psoriasisherde auslösen. Tupfen Sie Ihre Haut daher nur sanft ab.
  • Gehen Sie mit Wasser und Reinigungsprodukten sparsam um, um die Haut nicht unnötig zu reizen.
  • Meiden Sie Peelings und ähnliche Anwendungen – sie könnten die Psoriasis verschlimmern. Jeder chemische oder mechanische Reiz kann die Haut irritieren.

Akut erkrankte Hautareale, die gerade mit medizinischen Wirkstoffen behandelt werden, sollten Sie nicht zeitgleich mit zusätzlichen Produkten pflegen. Hier empfiehlt es sich beispielsweise, das Pflegeprodukt morgens auf die betroffenen Stellen aufzutragen und abends die Medikamente anzuwenden – welche Methode die beste ist, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen.



Apotheken-Notdienst