Anatomie der Haut: Lederhaut (Dermis)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

Die Lederhaut (Dermis) befindet sich zwischen Ober- und Unterhaut und ist fest mit der Oberhaut verbunden. Sie besteht aus einem dichten Netz elastischer und kollagener Fasern, das der Haut ihre Reißfestigkeit und elastische Formbarkeit gibt. Aus der Lederhaut von tierischen Häuten wird beispielsweise Leder gewonnen.

In der Lederhaut befinden sich Blut- und Lymphgefäße, Nerven, Zellen der Immunabwehr, Haarwurzeln und eine Vielzahl von Hautdrüsen sowie Druckrezeptoren für den Tastsinn (Meissner-Tastkörperchen). Meissner-Tastkörperchen sind vor allem im Bereich der Fingerbeeren anzutreffen.

Die Lederhaut ist in zwei Schichten unterteilt:

  • Papillarschicht (Stratum papillare): Die Papillarschicht liegt direkt an der Epidermis und ragt zapfenartig in sie hinein. In der Papillarschicht finden sich viele kleine Blutgefäße sowie Melanozyten. Aber auch spezielle Zellen des Immunsystems, die Mastzellen, treten hier in großer Zahl auf.
  • Geflechtschicht (Stratum reticulare): Die Geflechtschicht besteht vor allem aus festeren Kollagenfaserbündeln. Sie grenzt unmittelbar an die Unterhaut.


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