Häufige Magen-Darm-Probleme

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. März 2017)

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„Ein gutes Essen ist Balsam für die Seele“ – so heißt es in einem bekannten Sprichwort. Nicht selten schlagen viele dabei allerdings über die Stränge: Und was mit einem kleinen Abendessen begann, endet schnell in Völlerei.

Wenn dann noch Stress, scharfe Speisen, Alkohol oder zu hastiges Essen den Magen zusätzlich belasten, sind Magenbeschwerden und Verdauungsprobleme vorprogrammiert – zum Beispiel

  • Magenschmerzen,
  • Völlegefühl
  • oder Blähungen.

Magenschmerzen

Magenschmerzen kennen viele Menschen aus eigener Erfahrung. Man versteht darunter Schmerzen, die vom Magen ausgehen. Mediziner sprechen hier auch von einer Gastralgie.

Magenschmerzen können in unterschiedlicher Weise auftreten: Manchmal machen sie sich durch Magenkrämpfe bemerkbar. Die Schmerzen fühlen sich mitunter aber auch scharf oder brennend an. Magenschmerzen können kurzfristig Beschwerden verursachen oder über einen längeren Zeitraum andauern. Manchmal gehen Magenschmerzen auch mit anderen Beschwerden wie Aufstoßen, Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen einher.

Die meisten Menschen ordnen einen Schmerz, der im Oberbauch links bis mittig auftritt, dem Magen zu. Doch nicht immer entstehen diese als Magenschmerzen empfundenen Beschwerden tatsächlich im Magen. Stattdessen können sie auch von anderen Organen, wie dem Darm, der Bauchspeicheldrüse oder dem Herzen herrühren.

Was sind Magenkrämpfe?

Magenkrämpfe sind im Grunde nichts weiter als starke Magenschmerzen, die plötzlich und oft auch in kurzen Abständen hintereinander auftreten. Häufig treten Magenkrämpfe – wie sonstige Magenschmerzen auch – zusammen mit anderen Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen oder Durchfall auf. Magenkrämpfe können ganz verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel einen Magen-Darm-Infekt oder auch Stress.

Je nach Ursache können bereits einfache Maßnahmen Magenschmerzen oder Magenkrämpfe lindern. Häufig hilft zum Beispiel schon ein wenig Wärme oder ein Kräutertee gegen die Gastralgie. Vor allem Pfefferminz-, Melissen- oder Kamillentee sind hier zu empfehlen.

Magenkrämpfe können ganz verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel einen Magen-Darm-Infekt oder auch Stress. © iStock

Magenkrämpfe können ganz verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel einen Magen-Darm-Infekt oder auch Stress.

Treten die Beschwerden im Zusammenhang mit einem Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) auf, ist oft ein gestörter Bewegungsablauf (Motilität) der Magen-Darm-Muskeln dafür verantwortlich. In diesen Fällen können Kombinationspräparate aus verschiedenen Heilpflanzenextrakten helfen. Sie kombinieren Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Schleifenblume, Angelikawurzel, Kamillenblüten, Kümmelfrüchte, Melissenblätter, Pfefferminzblätter, Mariendistelfrüchte, Schöllkraut und Süßholzwurzel.

Ist zu viel Magensäure die Ursache der Magenschmerzen, können säurebindende Medikamente (Antazida) sinnvoll sein – oder auch eine Änderung der Essgewohnheiten. Zu fettes oder scharfes Essen etwa fördert die Magensäureproduktion. An zu viel Magensäure können jedoch auch Alkohol und Zigaretten schuld sein.

Treten die Magenschmerzen oder Magenkrämpfe über einen längeren Zeitraum auf oder auch mehrmals in der Woche, ist es ratsam, die Beschwerden ärztlich abklären zu lassen. Ebenso, wenn weitere Symptome hinzukommen sollten, wie zum Beispiel Fieber oder ein allgemeines Krankheitsgefühl.

Hängen die Magenschmerzen mit zu viel Stress zusammen, ist es auf lange Sicht sinnvoll, regelmäßig Entspannungsübungen zu praktizieren. Entspannungsmethoden wie das autogene Training oder die progressive Muskelentspannung sind bei Gastralgie empfehlenswert.



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