Keuchhusten (Pertussis)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

© Jupiterimages/iStockphoto

Keuchhusten (Pertussis) ist eine akute bakterielle Infektionskrankheit der Atemwege. Ausgelöst wird Keuchhusten durch das Bakterium Bordetella pertussis. Keuchhusten ist längst keine reine Kinderkrankheit mehr: Zunehmend erkranken Jugendliche und Erwachsene. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts empfiehlt daher allen Erwachsenen, sich im Rahmen der nächsten fälligen Tetanus- beziehungsweise Diphtherie-Auffrischung impfen zu lassen.

Zwar sind mittlerweile etwa 90 Prozent der schulpflichtigen Kinder geimpft. Wer jedoch nicht rechtzeitig an eine Auffrischimpfung denkt, ist nicht mehr ausreichend geschützt.

Keuchhusten wird als Tröpfcheninfektion übertragen, so zum Beispiel durch Niesen oder Husten. Wer an Keuchhusten erkrankt ist, leidet zunächst an Symptomen, die einer Erkältung ähneln: Schnupfen, Niesen, Heiserkeit und leichter Husten gehören zum Krankheitsbild. Nach etwa ein bis zwei Wochen treten die für Keuchhusten charakteristischen Hustenanfälle auf. Die Erkrankung klingt erst nach mehreren Wochen langsam ab. Im Herbst und Winter erkranken etwas mehr Menschen als im Frühjahr und Sommer.

Nach Beginn der Therapie mit Antibiotika dauert es etwa fünf Tage, bis der Erkrankte nicht mehr ansteckend ist.

Mithilfe einer Impfung kann man sich effektiv gegen Keuchhusten schützen. Jugendlichen und Erwachsenen wird eine einmalige Auffrischung empfohlen. Nach einer natürlichen Erkrankung ist man für etwa 4 bis 20 Jahre lang immun. Die Auffrischung führt der Arzt als sogenannte Kombinationsimpfung durch. Dabei impft er mit nur einer Spritze sowohl gegen Keuchhusten als auch gegen Tetanus und Diphtherie sowie gegebenenfalls Kinderlähmung (Poliomyelitis).



Apotheken-Notdienst