Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

Die Diagnose kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) stellt der Arzt vor allem anhand des typischen Aussehens der haarlosen Areale: Meist finden sich scharf begrenzte, kahle, runde bis ovale Stellen im Bereich des behaarten Kopfes. Die Haut sieht mitunter elfenbeinfarben aus.

Weitere wichtige Hinweise, ob kreisrunder Haarausfall vorliegt, erhält der Arzt in einem ausführlichen Gespräch mit dem Betroffenen. Er fragt ihn nach dem Verlauf des Haarausfalls und seiner Krankengeschichte (Anamnese). Manche internistischen Erkrankungen, andere Hautkrankheiten oder Autoimmunerkrankungen können den Verdacht auf kreisrunden Haarausfall erhärten.

Eine wichtige Rolle spielen zudem die Dauer, Art und Lokalisation des Haarausfalls – auch eventuell bestehende Begleitsymptome, etwa an den Fingernägeln, können Aufschluss geben.

In der klinischen Untersuchung des Kopfes prüft der Arzt die Struktur und Menge der Haare, sichtet den Haaransatz und betrachtet die Haarfollikel. Zudem stellt er fest, wie die Kopfhaut beschaffen ist und wie fest die Haare verankert sind. Dies prüft er mit dem Zupf-Test (Pull-Test).

In manchen Fällen fertigt der Arzt ein sogenanntes Trichogramm an. Dazu entnimmt er eine bestimmte Menge Haare samt Haarwurzel. Unter dem Mikroskop lässt sich die genaue Beschaffenheit der Haarwurzel beurteilen und erlaubt eventuell Rückschlüsse auf die Ursache des Haarausfalls.

Weiterhin kann eine Untersuchung der Kopfhaut mit einem speziellen Vergrößerungsinstrument (sog. Dermatoskop) erkenntnisreich sein. Laborbefunde können eine Verdachtsdiagnose bestätigen oder auf andere Ursachen für den Haarausfall hinweisen, etwa eine gestörte Schilddrüsenfunktion, Syphilis (Lues) oder eine Autoimmunerkrankung.



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