Androgenetische Alopezie (erblich bedingter Haarausfall) bei Männern : Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

Androgenetische Alopezie (erblich bedingter Haarausfall, anlagebedingter Haarausfall) verläuft beim Mann oft nach einem bestimmten Muster: Zu Beginn entwickeln sich meist die sogenannten Geheimratsecken, dann bildet sich im Bereich des oberen Hinterkopfs (Wirbel- oder Vertexbereich) eine Haarlichtung (Tonsur). Mit der Zeit laufen Stirn- und Hinterkopf-Lichtung zusammen, es entsteht eine Glatze. Lediglich die Haare im unteren Schläfenbereich und am Hinterkopf bleiben erhalten, da ihre Haarfollikel nicht empfindlich reagieren.

Doch nicht immer muss der Haarausfall bei Männern so ausgeprägt sein und letztlich zur Glatze führen – viele Zwischenformen sind möglich. Umfang und Verlauf des erblich bedingten Haarausfalls hängen maßgeblich von der individuellen Veranlagung und dem Alter des Mannes ab. So ist etwa der Zeitpunkt, ab dem die Haarfollikel empfindlich gegen das männliche Hormon Dihydrotestosteron (DHT) werden, je nach Veranlagung verschieden. Ebenso ist genetisch festgelegt, in welchem Maß der Haarfollikel auf DHT überempfindlich reagiert.

Es gilt: Je später der Haarausfall einsetzt, desto langsamer verläuft er.

Mediziner unterscheiden sieben Stadien der androgenetischen Alopezie vom männlichen Typ. Die nach ihren beiden Erfindern benannte Einteilung heißt Hamilton-Norwood-Klassifikation oder -Schema:

  • Stadium I: Normalzustand
  • Stadium II: leichte Geheimratsecken
  • Stadium III: stärkere Geheimratsecken
  • Stadium IV-VI: zunehmende Lichtung am Oberkopf (meist am Wirbel beginnend)
  • Stadium VII: maximal ausgeprägte Glatze

Ein Fünftel aller Männer mit androgenetischem Haarausfall zeigt das weibliche Muster des Haarverlusts. Bei ihnen dünnen vor allem die Haare im Bereich des Scheitels aus, in aller Regel entsteht bei dieser Form keine Glatze.



Apotheken-Notdienst