Diffuser Haarausfall: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

Die Diagnose Haarausfall wird anhand eines einfachen Tests gestellt: Wenn regelmäßig täglich mehr als 100 Haare ausfallen und ein erheblicher Unterschied zwischen der Anzahl abgestoßener und nachgewachsener Haare besteht, liegt Haarausfall vor. Ein paar Haare im Waschbecken, in der Bürste oder auf dem Kopfkissen belegen demnach noch keinen Haarausfall.

Um die Ursache des diffusen Haarausfalls zu bestimmen, stellt der Arzt beispielsweise Fragen zur Dauer, Art und Lokalisation des Haarausfalls sowie zu möglichen weiteren Beschwerden. Diese ausführliche Erfassung der Krankengeschichte (Anamnese) ist ein erster Schritt zur Diagnosestellung.

Angaben zu folgenden Punkten können ebenfalls hilfreich sein, um eine genaue Diagnose zu stellen:

  • bestehende oder ausgeheilte internistische Erkrankungen, wie zum Beispiel Infektionen (Grippe), Schilddrüsen- oder Autoimmunerkrankungen
  • derzeitig oder in den letzten Monaten eingenommene Medikamente
  • Haarausfall im Kreise der Familie, z.B. erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)
  • Diäten oder radikale Ernährungsumstellung
  • bei Frauen ggf. Frage nach Verhütungsmethoden und Wechseljahren
  • Häufigkeit der Haarwäsche und verwendete Haarwaschmittel

In der klinischen Untersuchung überprüft der Arzt die Menge der Haare, ihre Struktur und den Haaransatz und untersucht die Follikel. Zudem stellt er fest, wie die Kopfhaut beschaffen ist und wie fest die Haare verankert sind.

Mithilfe von Laborbefunden, zum Beispiel durch Ermitteln der Konzentration der Geschlechtshormone im Blut, der Schilddrüsenhormone oder der Eisenwerte im Blut, lassen sich weitere Hinweise sammeln, die die Verdachtsdiagnose diffuser Haarausfall untermauern können.



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