Haarausfall durch Stress: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

Eine mögliche Ursache für Haarausfall durch Stress liegt in der Tatsache, dass Haarfollikel durch sogenannte Stresshormone nachteilig beeinflusst werden. Die Folge: Der Haarfollikel entzündet sich und das Haar fällt aus.

Um jeden Haarfollikel liegt ein dichtes Netz von Nervenfasern. In diesem Netz wirken verschiedene Botenstoffe, wie beispielsweise das Neuropeptid Substanz P oder der Neurotransmitter Noradrenalin. Die Anzahl der Nervenfasern ist nicht stabil, sondern schwankt im Laufe des Wachstumszyklus jedes einzelnen Haars.

Diese Schwankungen haben einen direkten Einfluss auf die Haarfollikel in den einzelnen Wachstumsphasen. Ebenso reguliert der nervenstabilisierende Signalstoff NGF (Nerve Growth Factor, Nervenwachstumsfaktor) indirekt das Wachstum der Haare.

Stress erhöht die Konzentration der entscheidenden Botenstoffe und somit die Zahl der Nervenfasern an den Haarfollikeln. Geschieht dies in der Zeit, in der die Haare aus der Wachstumsphase (Anagenhase) in die Übergangsphase (Katagenphase) eintreten, kommt es über eine Abfolge von molekularen Ereignissen zu einer Entzündungsreaktion am Haarfollikel. Schließlich fällt das Haar vorzeitig aus.

Mit der Hilfe eines Arztes lässt sich klären, ob Stress als alleinige Ursache für den Haarausfall infrage kommt oder ob möglicherweise weitere Faktoren wie beispielweise

  • Vererbung, 
  • falsche, einseitige Ernährung (Eiweißmangel)
  • Eisenmangel
  • oder eine Krankheit

für den Haarausfall verantwortlich sind. 



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