Haarausfall und Psyche: Psychisch stabil bleiben

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. April 2015)

Wenn der Haarverlust nicht aufzuhalten ist und eine Medikation keine Wirkung zeigt, ist es wichtig, den richtigen Weg zu finden, mit dem zunehmenden Haarausfall umzugehen.

Natürlich gibt es Mittel und Wege, um den kahlen Kopf zu verstecken und / oder die fehlenden Haare zu ersetzen, so zum Beispiel Haarverdichtung, Haarverlängerung oder Toupet bei noch vorhandenen Haaren oder Perücken. Wenn keine eigenen Haare mehr wachsen, greifen viele zu Tüchern und Hüten. Auch Haartransplantationen oder Make-Up (bei fehlenden Augenbrauen und Wimpern) können die echte Behaarung ersetzen.

Darüber hinaus ist es aber vor allem wichtig, die psychische Stabilität zu stärken und zu versuchen, den Verlust der Haare zu akzeptieren.

Viele Menschen, die von Haarausfall betroffen sind, gehen davon aus, dass sie von ihren Mitmenschen von vorneherein abgelehnt werden. Diese Ängste sind in der Regel unbegründet, denn die psychologische Forschung zeigt, dass das Gesamtbild des Gesichts eine viel größere Bedeutung für den Betrachter hat als einzelne Aspekte wie Haare oder Augenbrauen.

Dennoch stellt der Haarausfall gerade für Menschen mit wenig Selbstvertrauen ein großes Problem dar. Häufig werden sie von Ängsten begleitet, die mit ihrem Äußeren zusammenhängen. Negative Gedanken können sich verfestigen und die negative Selbstwahrnehmung verstärken.

Wichtigste Voraussetzung, um sich selbst und sein verändertes Aussehen zu akzeptieren ist, sich Ängsten und Unsicherheiten, die mit dem Haarausfall zusammenhängen, zu stellen und sich klarzumachen, dass diese natürliche Reaktionen auf die erhöhte psychische Belastung sind. Solche Gefühle sind in der gegebenen Situation normal und sollten nicht verdrängt werden.



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