Haarausfall durch falsche Ernährung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Volle und schöne Haare gelten als Zeichen von Gesundheit und Jugend. Vermehrter Haarausfall kann viele Ursachen haben – die Ernährungsweise ist eine von ihnen. So kann beispielsweise eine falsche beziehungsweise zu einseitige Ernährung dazu führen, dass verstärkt Haare verloren gehen, etwa bei einer Radikaldiät.

Ein alleiniger Nährstoffmangel tritt bei gesunden Menschen in den westlichen Industriestaaten selten auf – und wenn, dann ist es meist Eisen, das fehlt.

Etwa eine von zehn Frauen ist von Eisenmangel betroffen: Während der Menstruation geht mit dem Blut auch Eisen verloren. Wird dieser Verlust nicht genügend über die Nahrung ausgeglichen, kann Haarausfall entstehen.

Personen, die sich sehr einseitig ernähren oder strenge Diäten halten, können ebenfalls ernährungsbedingten Haarausfall bekommen. Mögliche Ursache: Eiweißmangel, zum Beispiel bei einem Verzicht auf Fleisch, Fisch und Eier zusammen – etwa im Rahmen einer veganen Ernährung.

Auch bestimmte Erkrankungen, die mit einer unzureichenden Aufnahme von Nährstoffen wie etwa Vitamin B12 und Zink verbunden sind, begünstigen Haarausfall, so zum Beispiel chronische Darmerkrankungen, Leber- und Nierenerkrankungen oder übermäßiger Alkoholkonsum. Essstörungen wie Magersucht oder Bulimie führen ebenfalls häufig dazu, dass der Körper nicht ausreichend mit wichtigen Nährstoffen versorgt ist. Darüber hinaus ist der Bedarf an bestimmten Nährstoffen in der Schwangerschaft und Stillzeit erhöht – so benötigen Schwangere und Stillende etwa mehr Folsäure.

Nährstoffe für die Haare

Spezielle Zellen der Haarwurzeln brauchen bestimmte Nährstoffe, um sich schnell teilen zu können. Fehlt die optimale Versorgung mit diesen Nährstoffen, erlahmt der Stoffwechsel. Die Zellteilung geht zurück und die Wachstumsphase des Haares verkürzt sich – es fallen mehr Haare aus, als nachwachsen können.

Das Wachstum jedes der Kopfhaare verläuft in einem Zyklus:


  • Zu Beginn steht eine etwa 2- bis 6-jährige Wachstumsphase.
  • Ihr folgt eine 2-wöchige Übergangsphase, in der das Haarwachstum stoppt.
  • Am Ende steht eine 2 bis 4 Monate andauernde Ruhephase, nach der das Haar ausfällt.
  • Anschließend beginnt der Zyklus von Neuem.
Dadurch ergibt sich im Normalfall ein täglicher Haarausfall von etwa 100 Haaren. Ist die Wachstumsphase aufgrund eines Nährstoffmangels verkürzt, fallen die Haare schneller aus.

Ein Mangel beispielsweise an Folsäure, Biotin (Vitamin H), Zink, Vitamin B6 oder Vitamin B12 kann zu einem vermehrten Haarverlust führen. Dabei fallen die Haare gleichmäßig verteilt aus – Fachbegriff: diffuser Haarausfall. Dieser wird schon innerhalb einiger Monate sichtbar. Das Haar wird dünner und löst sich schon durch leichten Zug – etwa beim Kämmen der Haare.

Neben der Ernährung können auch Stress, Krankheit oder Hormonschwankungen zu einem diffusen Haarverlust führen. Die weitaus häufigste Form von Haarausfall hängt aber mit den Genen zusammen: Beim sogenannten erblich bedingten Haarausfall verlieren die Betroffenen ihre Haare nach einem bestimmten Muster – Frauen entlang des Scheitels, Männer in Form von Geheimratsecken und kahlem Hinterkopf. Die genaue Ursache eines Haarausfalls sollte immer geklärt werden, um eine therapiebedürftige Grunderkrankung auszuschließen.


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