Erblich bedingter Haarausfall bei Frauen: Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

Frauen verlieren bei erblich bedingtem Haarausfall in aller Regel hauptsächlich im Bereich des Mittelscheitels Haare. Bei ihnen entstehen nur selten kahle Stellen – vielmehr werden die Haare immer dünner, sodass die Kopfhaut sichtbar wird. Die Entstehung einer Glatze ist für Frauen sehr untypisch.

Das für Frauen typische Muster der Haarlichtung wird nach dem Hamburger Hautarzt Ludwig in Stadium I bis Stadium III unterteilt:

  • Ludwig-Stadium I: verbreiterter Mittelscheitel durch Ausdünnung der Haare
  • Ludwig-Stadium II: die Ausdünnung betrifft auch die Flächen neben dem Mittelscheitel
  • Ludwig-Stadium III: nur noch wenige Resthaare bedecken die obere Kopfhaut, manchmal bleibt ein Haarstreifen an der Stirn mit dichter Behaarung stehen

Manchmal ist es schwierig, den Haarverlust richtig einzuschätzen. © Jupiterimages/iStockphoto

Manchmal ist es schwierig, den Haarverlust richtig einzuschätzen.

Zudem gibt es eine Klassifikation (nach Olsen), in der eine Form des weiblichen Haarverlusts als sogenanntes "Tannenbaum-Muster" bezeichnet wird: Die Haare dünnen in der vorderen Scheitelregion stark aus – weiter in Richtung de Hinterkopfes lässt der Haarverlust spitz zulaufend nach. Diese Form erinnert entfernt an die Kontur eines Tannenbaums.

Besonders anfällig für erblich bedingten Haarausfall sind Frauen in den Wechseljahren. In dieser Zeit kommt es zu einer hormonellen Umstellung – dies beschleunigt den Haarausfall. Manche Frauen, die vorher noch über mäßigen, meist nicht sichtbaren Verlust von Haaren geklagt haben, erfahren in den Wechseljahren eine Art Schub, sodass schließlich eine Ausdünnung sichtbar wird.

In manchen Fällen wird der Haarausfall durch Symptome wie Hautunreinheiten und einem gesteigertem Talgabfluss begleitet.



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