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Reizdarm

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

Überblick

Der Begriff "Reizdarm", fachlich "Reizdarmsyndrom (RDS)", steht für eine sehr häufige Funktionsstörung des Verdauungstrakts. Ein Reizdarm führt zu einer Reihe unterschiedlicher, immer wiederkehrender Beschwerden, die meist über lange Zeit in ähnlicher Form auftreten.

Typisch für einen Reizdarm sind:

  • krampfartige Bauchschmerzen
  • Druckgefühl im Unterbauch
  • Völlegefühl
  • Stuhlunregelmäßigkeiten wie Durchfall oder Verstopfung
  • Blähungen

Doch nicht jeder Mensch mit Reizdarm leidet unter den gleichen Beschwerden: Die Symptome sind vielfältig. Nachts verursacht ein Reizdarmsyndrom äußerst selten Symptome. Dies unterscheidet es zum Beispiel von entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.

Viele Menschen, die an einem Reizdarmsyndrom leiden, verspüren die unangenehmen und oft lästigen Beschwerden nur gelegentlich oder in besonderen Situationen (etwa bei oder nach Stress und Ärger). Einige Menschen mit Reizdarm haben allerdings ständig Symptome – Betroffene fühlen sich dann in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt.

Häufig vermuten Menschen mit Reizdarm eine schwere Erkrankung hinter ihren Beschwerden. Zwar sind die Beschwerden beim Reizdarmsyndrom unangenehm, in aller Regel sind sie aber harmlos! Um sicherzugehen, dass keine organische Erkrankung die Beschwerden beim Reizdarm verursacht, ist es jedoch wichtig, langanhaltende Symptome immer ärztlich abklären zu lassen.

Die für das Reizdarmsyndrom typischen Beschwerden können unter anderem auch durch Verdauungsstörungen entstehen – oft ist der Nahrungstransport im Dickdarm (Kolon) gestört. Daher bezeichnen Mediziner einen Reizdarm auch als Reizkolon (engl.: irritable bowel syndrome, IBS). Aber auch der gesamte Verdauungstrakt einschließlich Dünndarm und Magen kann beim Reizdarmsyndrom betroffen sein.

Was genau zu einem Reizdarm führt, ist bisher unbekannt. Die Behandlung richtet sich daher jeweils nach den individuellen Beschwerden – eine gezielte Therapie gegen das Reizdarmsyndrom, welche die Ursache beseitigt, gibt es bisher nicht.

Einfache Maßnahmen helfen Ihnen, Ihren Reizdarm gut zu kontrollieren. Dazu zählen:

  • eine ausgewogene, für Sie gut verträgliche Ernährung
  • das Vermeiden von Stress
  • Bewegung
  • Entspannungstraining

Auf diese Weise lassen sich die verschiedenen Symptome bei einem Reizdarm häufig lindern. Gegen die auftretenden Beschwerden können auch unterschiedliche Medikamente helfen; in manchen Fällen eignet sich ergänzend eine psychotherapeutische Behandlung gegen das Reizdarmsyndrom.






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