Schnupfen oder Nasennebenhöhlenentzündung – was sind die Unterschiede?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Januar 2017)

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Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) geht häufig aus einem Schnupfen hervor. Gerade zu Anfang können sich die Symptome der beiden Erkrankungen sehr ähnlich sein.

Ein Schnupfen beginnt meist mit einer laufenden Nase. Das anfangs noch klare und eher wässrige Sekret verändert sich nach ein paar Tagen: Es wird zähflüssiger und sieht eher gelblich aus. Man fühlt sich schlapp und müde, möglicherweise ist auch die Körpertemperatur leicht erhöht. Bei einem Schnupfen beginnen die Beschwerden relativ plötzlich und dauern etwa eine Woche bis zehn Tage an.

Ursache von Schnupfen ist in der Regel ein Infekt mit Viren, der dazu führt, dass die Schleimhäute der Nasenhaupthöhle anschwellen und Sekret produzieren. Werden dabei die Eingänge der Nasennebenhöhlen verschlossen und breitet sich die Entzündung auf die Schleimhäute der Nebenhöhlen aus, spricht man von einer Sinusitis. Die Übergänge von einem Schnupfen zur Nasennebenhöhlenentzündung sind dabei oft fließend.

Auch bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung läuft die Nase ähnlich wie beim Schnupfen erstmal eher wässrig, ehe das Sekret dickflüssiger und gelblicher wird. Manche Betroffene bekommen auch leichtes Fieber. Im Unterschied zum einfachen Schnupfen sind die Beschwerden jedoch meist beständiger und dauern länger als zehn Tage an. Die Nase ist oft stark zugeschwollen und erschwert so das Atmen. Typisch für eine Nasennebenhöhlenentzündung sind außerdem ein Druckgefühl im Kopf sowie (teils starke) Kopfschmerzen im Bereich der Stirn oder Gesichtsschmerzen, zum Beispiel im Bereich der Wangenknochen. Diese Schmerzen verstärken sich normalerweise, wenn der Betroffene sich zum Beispiel rasch nach vorne beugt oder auf einem Bein hüpft.

Dauern die Beschwerden länger als zwölf Wochen an, spricht man von einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung. Hier sind die Beschwerden oft weniger deutlich ausgeprägt. Im Vordergrund stehen vor allem eine erschwerte Nasenatmung sowie Kopfschmerzen und ein Druckgefühl im Kopf oder im Gesicht. Bei einigen Betroffenen mit chronischer Nasennebenhöhlenentzündung läuft ständig zähflüssiges Sekret in den Rachenraum ab. Möglicherweise werden auch Gerüche schlechter wahrgenommen.

Sinusitis im Video: Wie sind die Nasennebenhöhlen aufgebaut und wie kann dort eine Entzündung enstehen?



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