Anzeige

Anzeige

Nasennebenhöhlenentzündung – so beugen Sie vor!

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Januar 2017)

© iStock

Wer einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) vorbeugen will, sollte vor allem versuchen, sich vor Erkältungen zu schützen. Denn eine akute Nebenhöhlenentzündung entwickelt sich meist aus einem virusbedingten Schnupfen.

Verschiedene Maßnahmen können dabei helfen, das allgemeine Infektionsrisiko zu verringern. Dafür ist es erst einmal wichtig, zu wissen, wie Erkältungsviren übertragen werden können, nämlich durch Tröpfcheninfektion und durch Schmierinfektion.

Tröpfcheninfektion bedeutet, dass die Erreger durch Husten, Niesen oder Sprechen in die Luft gelangen und einen anderen Menschen infizieren, wenn dieser sie einatmet.

Zu einer Schmierinfektion kann es dagegen zum Beispiel kommen, wenn jemand in seine Hand niest und kurz darauf jemand anderem die Hand gibt, der sich danach an Mund, Nase oder Auge fasst. Keime können jedoch auch an Gegenständen haften und so zu einem Infektionsrisiko werden. Wenn beispielsweise jemand in seine Hand niest und dann Dinge wie eine Türklinke, eine Haltestange im Bus oder einen Wasserhahn anfasst, können sich andere Menschen, die diese Gegenstände ebenfalls berühren, anstecken.

Die wichtigsten Tipps um einer Erkältung (und dadurch indirekt auch einer Nasennebenhöhlenentzündung) vorzubeugen, lauten daher:

  • Meiden Sie nach Möglichkeit den Kontakt zu akut Erkälteten beziehungsweise halten Sie Abstand.
  • Waschen Sie sich insbesondere in der Erkältungssaison regelmäßig Ihre Hände mit Wasser und Seife. Verreiben Sie die Seife dabei möglichst für mindestens 30 Sekunden zwischen den Händen. Das kann die Keimzahl auf den Händen um 90 bis 99 Prozent verringern.
  • Versuchen Sie, sich nicht so häufig ins Gesicht zu fassen – vor allem nicht an Mund, Nase oder Augen.
  • Trinken Sie nicht aus Tassen oder Flaschen, aus denen bereits jemand anderes getrunken hat.

Daneben ist es allgemein empfehlenswert, die Abwehrkräfte zu stärken: zum Beispiel durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung. Auch regelmäßige Saunagänge wirken sich günstig auf Ihr Immunsystem aus, sodass es einen Infekt leichter abwehren kann. Während einer akuten Erkältung oder gar einer Grippe sollten Sie jedoch auf Saunagänge verzichten. Achten Sie außerdem auf ausreichenden und erholsamen Schlaf, denn Schlafmangel kann das Immunsystem beeinträchtigen.

Tabakrauch kann die Nasenschleimhäute reizen und chronische Erkrankungen der Atemwege begünstigen – auch eine Nasennebenhöhlenentzündung. Raucher, die sich das Rauchen abgewöhnen, tun daher effektiv etwas dafür, seltener an Atemwegsinfekten zu erkranken. Indirekt beugen sie dadurch auch einer Nasennebenhöhlenentzündung vor.

Bei Allergien können die Nasenschleimhäute anschwellen – dies erhöht das Risiko für eine Nasenebenhöhlenentzündung. Allergiker sollten deshalb am besten eine Hyposensibilisierung in Erwägung ziehen.

Lassen Sie Ihre Nasenschleimhäute nicht austrocknen

Trockene Nasenschleimhäute können dazu beitragen, dass ein Infekt leichter entsteht. Denn die Nasenschleimhaut spielt auch eine Rolle bei der Abwehr von Erregern. Damit sie ihre schützende Funktion erfüllen kann, muss sie jedoch ausreichend feucht sein. Gerade im Winter trocknen die Schleimhäute jedoch leichter aus. Um einem Infekt vorzubeugen, können daher allgemeine Maßnahmen helfen, die die Nasenschleimhaut feucht halten:

  • Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken.
  • Sorgen Sie für eine ausreichend feuchte Raumluft.
  • Verwenden Sie Nasensprays mit isotoner Salzlösung (z.B. sog. Meerwasserspray oder Sprays mit Mineralsalzmischungen aus natürlichem Emser Salz).
  • Spülen Sie die Nase mit lauwarmer isotoner Salzlösung (Nasendusche).

Die Nasendusche

Manche Menschen schwören darauf, einer Nasennebenhöhlenentzündung durch ein altes Hausmittel vorbeugen zu können: die Nasendusche beziehungsweise Nasenspülung mit einer isotonen Salzlösung (z.B. mit dem Wirkstoff Natürliches Emser Salz). Die Salzlösung befeuchtet und reinigt die Nase. Eine angegriffene Schleimhaut erholt sich anschließend schneller.

Nasenspülungen können hilfreich sein, um Erkältungskrankheiten vorzubeugen und Beschwerden bei akuten oder chronischen Infekten der Nasennebenhöhlen zu lindern. Bei Heuschnupfen können regelmäßige Nasenspülungen während der Pollensaison Pollen von den Schleimhäuten spülen und so zum einen akute allergische Symptome lindern und zum anderen dabei helfen, einer chronischen allergisch bedingten Sinusitis vorzubeugen.

Eine Nasendusche erhalten Sie zum Beispiel in der Apotheke oder im Drogeriemarkt – ebenso wie die dafür bestimmten Salzlösungen bzw. -mischungen.

Anzeige

Sinusitis im Video: Wie sind die Nasennebenhöhlen aufgebaut und wie kann dort eine Entzündung enstehen?

Falls es Sie doch erwischt hat

Leider gibt es keinen 100-prozentigen Schutz vor Erkältungsviren. Falls es also doch einmal zu einem Schnupfen kommt, ist es wichtig, ihn zu behandeln beziehungsweise dessen Genesungsprozesse zu fördern, damit dieser gut ausheilen kann. Denn so lässt sich das Risiko minimieren, dass sich daraus eine akute Nasennebenhöhlenentzündung entwickelt. Wer durch den Schnupfen eine zugeschwollene Nase hat, sollte daher Maßnahmen ergreifen, um wieder Luft zu bekommen – und so auch gleich die Nasennebenhöhlen mit zu belüften. Das geht zum Beispiel kurzfristig (nicht länger als sieben Tage) mit abschwellenden Nasensprays. Auch Nasensprays mit hypertoner Kochsalzlösung können das Abschwellen fördern – und lassen sich zudem länger als eine Woche verwenden, ohne dass man einen Gewöhnungseffekt befürchten muss.

Anzeige


Apotheken-Notdienst

Anzeige