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Weibliche Geschlechtsorgane – Anatomie der Frau

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. Juli 2011)

Innere Geschlechtsorgane

Die inneren Geschlechtsorgane der Frau liegen im Inneren des kleinen Beckens. Zu ihnen zählen:

Anatomie der Vagina

Die inneren Geschlechtsorgane der Frau

Vagina (Scheide)

Die Vagina (Scheide) ist eine etwa 8 bis 10 Zentimeter lange und 2 bis 3 Zentimeter breite, dünnwandige schlauchartige Struktur. Sie besteht aus dehnbaren Muskelfasern. Die Vagina verbindet die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane mit der Gebärmutter (Uterus) und ist der Endabschnitt des Gebärmutterkanals: Sie reicht bis zum Muttermund.

Die Vagina erfüllt mehrere Aufgaben: Zum einen kann das Blut während der Menstruation aus dem Körper fließen. Zum anderen dient die Scheide als Kopulationssorgan, welches die Samenzellen des Penis aufnimmt, sodass diese zum Muttermund gelangen können. Darüber hinaus stellt die Vagina bei der Geburt den Austrittskanal für das Baby dar. Die Scheide hat außerdem spezielle Aufgaben in der Abschirmung der inneren weiblichen Geschlechtsorgane gegenüber aufsteigenden Infektionen.

Vorder- und Rückwand der schlauchartigen Vagina liegen die meiste Zeit eng aneinander und berühren sich. Da sie jedoch dehnbar ist, passt sie sich während des Geschlechtsverkehrs oder bei der Geburt im Durchmesser an.

Da die Vagina nach vorn gekrümmt verläuft, ist das hintere Scheidengewölbe stärker ausgeprägt als das vordere. Beim Geschlechtsverkehr wird die Samenflüssigkeit am äußeren Muttermund abgelagert. Man nimmt an, dass dieses hintere Scheidengewölbe und der Gebärmutterhalskanal eine Rolle als Samenreservoir spielen.

Das Scheidenrohr wird teils von Längsmuskulatur durchzogen, ansonsten bilden glatte Muskelfasern scherengitterartige Geflechte als Ringmuskulatur. Das Muskelgeflecht kann sich gemeinsam mit dem Beckenboden sehr kräftig zusammenziehen. Bei der Geburt wird das Kind durch den Scheidenschlauch mit seinen muskulösen Anteilen hinaustransportiert.

Vor dem ersten Geschlechtsverkehr wird die Vagina durch das Jungfernhäutchen (Hymen) teilweise "verschlossen". Das Jungfernhäutchen ist jedoch keine durchgehende Membran, sondern eine elastische Schleimhautfalte mit Öffnungen, die den Eingang der Vagina eher wie einen Saum umgibt. Das Jungfernhäutchen liegt etwa ein bis zwei Zentimeter hinter dem Scheideneingang. Es reißt meist beim ersten Geschlechtsverkehr ein. Dies wird als Entjungferung (von Medizinern als Defloration) bezeichnet. Da das Jungfernhäutchen elastisch ist, kann es bei manchen Frauen auch nach mehrmaligem Geschlechtsverkehr noch unbeschädigt sein. Nur bei circa 50 Prozent der Frauen kommt es beim es beim "ersten Mal" zu Blutungen, meist sind diese auch eher schwach.

Die Schleimhaut der Vagina besitzt keine Drüsen. Sie besteht aus einem mehrschichtigen Zellgewebe, welches ein Sekret absondert, um die Scheide feucht zu halten. Ist die Frau sexuell erregt, sondert die Scheide einen wässrigen Schleim ab, welcher beim Geschlechtsverkehr als Gleitmittel dient. Die oberste Schicht der Scheidenschleimhaut (Epithel) hat im Durchschnitt einen Durchmesser von etwa zwei bis vier Millimetern. Wie dick diese Schicht genau ist, hängt von der Einwirkung der Geschlechtshormone ab und ändert sich dadurch im Verlauf des Menstruationszyklus sowie mit dem Alter der Frau. Bei der geschlechtsreifen Frau besteht das Schleimhaut-Epithel aus circa 20 bis 30 Zelllagen. Als Kind und nach den Wechseljahren befindet sich die Frau dagegen hormonell gesehen in einer Ruheperiode. In dieser Zeit ist das vaginale Schleimhaut-Epithel durch einen Mangel am weiblichen Geschlechtshormon Östrogen auf wenige Zellschichten reduziert und büßt damit mechanische und biologische Schutzfunktionen ein.

Saure Scheidenflora

In der Vagina liegt ein saures Scheidenmilieu (pH 4 bis 4,5) vor, das als biologischer Infektionsschutz dient. Dieses saure Scheidenmilieu wird durch sogenannte Döderleinbakterien (Lactobacillus acidophilus) erzeugt. Diese Milchsäurebakterien (Laktobazillen) produzieren aus dem Glykogen (einem Vielfachzucker) von abgeschilferten Schleimhautzellen der Vagina Milchsäure und beugen so einer Besiedelung mit krankheitserregenden Bakterien vor.

Ist diese sogenannte physiologische Scheidenflora jedoch gestört, so ändert sich das Scheidenmilieu und wird weniger sauer. Das kann ein bakterielles Ungleichgewicht oder Infektionen durch Keime zur Folge haben, die normalerweise nicht in der Scheidenflora vorkommen. Ist die Scheidenflora gestört, kann es zum Beispiel zu Veränderungen des Ausflusses oder des Geruchs kommen (ein fischiger Geruch kann z.B. auf eine bakterielle Vaginose hindeuten).






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