Weibliche Beschneidung (Genitalver­stümmelung): Historisches

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Januar 2013)

Die weibliche Beschneidung, also die Beschneidung der äußeren Geschlechtsorgane von Mädchen und Frauen, die noch heute in vielen Ländern der Erde üblich ist, dient der Einschränkung der sexuellen Lust der Frauen. Hintergrund sind dabei religiöse und kulturelle Grundsätze, die nur dem Mann ein Recht auf Lust und Befriedigung einräumen.

Der Genitalverstümmelung fallen jährlich mehr als drei Millionen Mädchen zum Opfer, durchschnittlich etwa 8.000 pro Tag. Vor allem in bestimmten Ländern Afrikas, den Vereinigten Arabischen Emiraten, im Oman, im Jemen, in Teilen Indonesiens und in Malaysia werden Genitalverstümmelungen ausgeführt. Nach Schätzungen leiden weltweit 100 bis 140 Millionen Frauen an den Folgen genitaler Verstümmelungen. In Deutschland sind vermutlich circa 20.000 Frauen davon betroffen.