Sodomie, Zoophilie: Historisches

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. April 2011)

Sodomie beziehungsweise Zoophilie haben in der Geschichte wechselnde Bedeutungen gehabt. Heute wird der Begriff Zoophilie in Deutschland synonym mit dem Wort Sodomie verwendet, während man früher unter Sodomie auch Sexualpraktiken außerhalb des vaginalen Geschlechtsverkehrs verstand. Hierzu zählten beispielsweise Anal- oder Oralverkehr.

Auch die Bewertung einer sexuellen Handlung an Tieren hat sich im Laufe der Epochen gewandelt und ist von Kultur zu Kultur verschieden. Sexualität mit Tieren gibt es, solange es Menschen gibt. Manche Naturvölker glauben, dass Menschen als Tiere wiedergeboren werden – dementsprechend ist ihre Einstellung zur Sodomie tolerant. In der griechischen Mythologie spielt die Sodomie eine bedeutende Rolle: So war Leda, die Frau des Königs Tyndareos, die Geliebte von Zeus, der sich ihr in Form eines Schwans näherte und sie verführte.

In vielen anderen Kulturen wurde Sodomie jedoch fast immer gesellschaftlich geächtet und meist mit strengen Strafen verfolgt.

Medizinisches

Das Spektrum der Menschen, die sich sexuell zu Tieren hingezogen fühlen (Sodomie bzw. Zoophilie), ist vielschichtig. Es wäre daher im Einzelfall zu entscheiden, ob eine Psychotherapie erforderlich ist. Wichtig für eine Beurteilung sind dabei der Leidensdruck der betroffenen Person sowie der Schaden, den die Person möglicherweise den Tieren zufügt.

In der Regel versucht die zoophile Person, körperliche Schäden am Tier zu verhindern; gerade bei kleineren Tieren kann es jedoch zu Verletzungen kommen. Bei sexuellen Handlungen an größeren Tieren wie zum Beispiel Pferden besteht darüber hinaus die Gefahr, dass der Mensch ernste Verletzungen davonträgt.