Prostitution: Statistik

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. November 2007)

Die Zahlenangaben über Prostitution beruhen auf Schätzungen und auf Hochrechnungen von repräsentativen Befragungen. Zudem ist die Grenze zwischen echter Prostitution und Menschen, die hin und wieder für Sex geldliche oder andere Vorteile erhalten, schwer zu ziehen. Aus diesem Grund sind die Zahlen erheblichen Unsicherheiten unterworfen.

Es wird angenommen, dass in Deutschland zwischen 200.000 bis 400.000 Prostituierte arbeiten, die durch Gelegenheitsprostituierte ergänzt werden. Davon sind etwa 95 Prozent weiblich und 5 Prozent männlich. Man nimmt an, dass pro Tag 250.000 bis eine Million Kunden von ihnen sexuell bedient werden.

Nach Schätzungen von Hilfsorganisationen handelt es sich bei mehr als einem Viertel der Prostituierten um Ausländerinnen, die meist unter falschen Voraussetzungen und oft unter Gewaltanwendung zur Prostitution gezwungen werden (Zwangsprostitution).

Allein in Deutschland wird der jährliche Umsatz mit der Prostitution auf 14,5 Milliarden Euro geschätzt. Etwa die Hälfte der Prostituierten bietet ihre Dienste in Bordellen an, circa 20 Prozent auf der Straße und der Rest als Begleithostessen, in Privatwohnungen oder an ähnlichen Orten.