Oralsex (Oralverkehr): Cunnilingus und Fellatio

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Juni 2017)

Beim Oralsex (Oralverkehr) kann man zwischen zwei Formen unterscheiden: Cunnilingus und Fellatio. Eine weitere Form des Oralverkehrs stellt Anilingus dar: Dabei reizt der Partner mit dem Mund nicht die Geschlechtsteile, sondern die Analregion des anderen.

Beim Cunnilingus (lat. cunnus = weibliche Scham; lingere = lecken) stimuliert ein Mann oder eine Frau die weiblichen äußeren Geschlechtsorgane (Vulva) mit der Zunge, den Lippen oder auch den Zähnen. Insbesondere die Klitoris (Kitzler) und ihre Umgebung sind sehr empfänglich für physische Reize, aber auch der Scheideneingang reagiert sensibel.

Umgangssprachlich spricht man auch von "Lecken", wenn von Cunnilingus die Rede ist. Cunnilingus ist auch unter den Namen Cunnilinctus oder Cunnilinctio bekannt.

Fellatio (lat. fellare = saugen) ist das Gegenstück zum Cunnilingus: Dabei nimmt eine Person den Penis ihres Partners in den Mund und stimuliert ihn mit Zunge, Lippen und Rachen. Umgangssprachlich ist auch das Wort "Blasen" gebräuchlich – normalerweise empfindet der Mann jedoch Saugen und Lutschen (und eben nicht Blasen) an seinem Geschlechtsteil als lustvoll. Auch "Französisch" ist eine andere Bezeichnung für Fellatio.

Nicht jeder praktiziert Cunnilingus oder Fellatio gern. Erlaubt ist, was beiden Partnern gefällt. Insbesondere während der Menstruation sollte man auf Cunnilingus verzichten. Alternativ kann man mit speziellen Tüchern (sog. Dental Dams oder "Lecktüchern"), die über die Scheide gelegt werden, verhindern, dass mögliche Krankheitserreger übertragen werden können. Bei Fellatio kann man sich mit einem Kondom vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen.

Beim Cunnilingus können manche Frauen so weit stimuliert werden, dass sie bis zum Orgasmus kommen. Auch Fellatio kann einen Mann bis zum Orgasmus bringen. Cunnilingus und Fellatio können aber auch einen Teil des Vorspiels zum eigentlichen Geschlechtsverkehr darstellen. Neben dem Mund kann der Partner zusätzlich die Finger beziehungsweise Hände einsetzen.