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Nekrophilie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. November 2007)

Nekrophilie (griech. nekros = Toter, philia = Zuneigung) bezeichnet ein seltenes, von der gesellschaftlichen Norm abweichendes Sexualverhalten (sog. Paraphilie), bei dem Menschen in krankhafter Weise sexuelle Handlungen an Toten oder mit Leichenteilen vornehmen (sexuelle Leichenschändung) und dabei Lust empfinden. Als Paraphilie ist Nekrophilie in der Nähe des Fetischismus, eventuell auch des Sadismus, anzusiedeln.

Nekrophilie kommt häufiger in verschleierter Form vor. So kann sich die sexuelle Aktivität eines Nekrophilen auf Menschen richten, die sich während der sexuellen Handlungen bewegungs- und reaktionslos verhalten. Dabei zeigt sie Parallelen zur so genannten Somnophilie, bei welcher eine Person sexuelle Erregung empfindet, wenn sie sexuelle Handlungen an Schlafenden beziehungsweise Personen, die sich schlafend stellen, durchführt.

Nekrophile erreichen ihre sexuelle Erregung und Befriedigung zum größten Teil oder ausschließlich durch sexuelle Handlungen mit Toten beziehungsweise Schlafenden. Die Täter bedürfen in der Regel einer medizinisch-psychologischen Behandlung.

Für nekrophil veranlagte Menschen gilt eine Leiche als eine Mischung aus Gegenstand und einem vollkommen wehrlosen Lebewesen: Das Opfer kann nicht mehr reagieren, wodurch der Täter uneingeschränkte Macht über das Geschehen hat. In Deutschland werden allerdings nur selten Fälle von Nekrophilie bekannt.


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