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Männliche Geschlechtsorgane – Anatomie des Mannes

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. August 2011)

Samenleiter (Ductus deferens)

Der paarig angelegte Samenleiter (Ductus deferens) setzt den Nebenhodengang fort und ist circa 50 bis 60 Zentimeter lang. Der Samenleiter zieht vom Hodensack aus nach oben durch die Leiste bis in die Bauchhöhle. Dort verläuft er auf der Rückseite der Harnblase und steigt im weiteren Verlauf zum sogenannten Blasengrund hinab. Schließlich mündet der Samenleiter innerhalb der Prostata (Vorsteherdrüse) in die Harnröhre.

Im Falle einer Ejakulation transportiert der Samenleiter die Spermien in die Harnröhre. Während der Ejakulation ziehen sich spiralförmige Muskeln des Samenleiters zusammen und "saugen" die Spermien auf diese Weise aus den Nebenhoden heraus. Kommt es zu einer Ejakulation, werden den Spermien im Samenleiter noch die Sekrete der Bläschendrüsen und der Prostata beigefügt.

Bläschendrüsen (Samenbläschen)

Die hinter der Harnblase liegenden, paarig angelegten Bläschendrüsen (Samenbläschen) sind relativ groß (ca. 10 cm lang). Sie münden im unteren Bereich in den Samenleiter, der bereits von der Prostata (Vorsteherdrüse) umgeben ist.

Die Bläschendrüsen geben eine alkalische und proteinreiche Flüssigkeit in den Samenleiter ab, welche die Spermien zum einen aus ihrer im Nebenhodengang erfolgten "Säurestarre" befreit und ihnen zum anderen Beweglichkeit im sauren Milieu der Vagina ermöglichen soll.

Das Sekret der Bläschendrüse ist außerdem mit dem Einfachzucker Fruktose angereichert. Die Fruktose gibt den reifen Spermien Energie für die bevorstehende Bewegung.

Prostata (Vorsteherdrüse)

Die walnussgroße Prostata (Vorsteherdrüse) bildet einen festen, runden Körper und umschließt die männliche Harnröhre unmittelbar unter der Harnblase sowie die beiden Samenleiter, die innerhalb der Prostata in die Harnröhre münden.

Die Prostata ist an der Bildung des Ejakulats (Sperma) beteiligt, hat aber nichts mit der Spermienproduktion zu tun. Sie setzt sich aus 30 bis 50 Einzeldrüsen zusammen, die sich in einem Netz aus Bindegewebe und Muskelzellen befinden.

Unmittelbar vor und während der Ejakulation gibt die Prostata ein dünnflüssiges, milchig-trübes Sekret ab, das einen Teil des Ejakulats ausmacht. Das Prostatasekret ist leicht sauer und reich an Enzymen. Es beeinflusst die Bewegungsfähigkeit der Spermien und gibt dem Sperma den typischen Geruch.

Zu einem Samenerguss (Ejakulation) kommt es in der Regel als Folge sexueller Erregung beim Orgasmus. Hin und wieder geschieht dies auch unwillkürlich nachts im Schlaf.

Zu den bedeutsamen Erkrankungen der Prostata gehören die Prostatavergrößerung, Prostatakrebs und die recht häufige Prostataentzündung.

Cowper-Drüsen

Unterhalb der Prostata befinden sich die Cowper-Drüsen, die hier in die Harnröhre münden. Ist der Mann sexuell erregt, sondern diese noch vor der Ejakulation eine klare, schwach alkalische Flüssigkeit ab. In der Harnröhre herrscht normalerweise ein eher saures Milieu, das den Spermien schaden könnte. Das alkalische Sekret aus den Cowper-Drüsen soll diesen Bereich "neutralisieren", ehe das Sperma diesen Bereich passiert.

Häufig wird deshalb bereits vor der Ejakulation ein Tröpfchen dieser Flüssigkeit auf dem Penis sichtbar (sog. Lusttropfen, Liebes- oder Sehnsuchtströpfchen). Dieses Tröpfchen kann bereits einzelne Samenzellen enthalten und kann potenziell zu einer Schwangerschaft führen – aus diesem Grund ist auch der Coitus interruptus als Verhütungsmethode nicht zu empfehlen.






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