Kindesmissbrauch: Anzeichen

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (07. April 2016)

Jedes Kind reagiert anders auf einen erlebten Missbrauch. Offen über sexuellen Missbrauch zu sprechen, fällt fast allen Jungen und Mädchen schwer. Häufig senden sie jedoch Signale aus und bitten so unbewusst um Hilfe. Daher ist es besonders wichtig, dass man als Erwachsener Anzeichen für einen Missbrauch ernst nimmt!

Mögliche Anzeichen können zum Beispiel sein:

  • körperliche Verletzungen wie Kratzer, blaue Flecken, Schürf- und Bisswunden, Griffspuren an den Hüften, Blutungen, Verletzungen des Genital- und Analbereichs
  • nicht erklärbare Harnwegsinfekte, Wundsein, Juckreiz im Genitalbereich; überwiegend sexuell übertragbare Krankheiten wie zum Beispiel Pilze oder Feigwarzen
  • eine plötzliche Verhaltensänderung des Kindes, z.B. durch eine sonst unübliche Aggressivität oder durch einen sozialen Rückzug
  • psychosomatische Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Übelkeit
  • Ängste
  • Rückfall in frühkindliche Verhaltensweisen
  • Stimmungsschwankungen
  • Essstörungen, Schlafstörungen, Bettnässen
  • Leistungsabfall
  • aufreizendes Verhalten

Es müssen nicht zwangsläufig körperliche Anzeichen vorliegen!