Kastration: Folgen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. Oktober 2011)

Eine Kastration ist ein schwerer Eingriff in den Hormonhaushalt, welche mit körperlichen wie auch psychischen Folgen verbunden ist, wie zum Beispiel:

Insbesondere wenn die Kastration vor der Pubertät stattfindet, hat sie gravierende Auswirkungen. Jungen behalten ihre hohe Stimme (sog. Kastratenstimme), zudem fehlen weitere sekundäre Geschlechtsmerkmale wie zum Beispiel die Schambehaarung oder das Brustwachstum bei Mädchen. Da sich die Wachstumshemmung durch eine Kastration verzögert, kommt es zum sogenannten eunuchoiden Hochwuchs. Betroffene neigen außerdem dazu, Fett anzusetzen und ihre psychosexuelle Entwicklung ist stark eingeschränkt.

Erfolgt eine Kastration nach der Pubertät, bilden sich die sekundären Geschlechtsmerkmale zurück. Es kommt zu psychischen Veränderungen und vorzeitiger Alterung. Frauen weisen Symptome auf, wie sie in den Wechseljahren vorkommen.

Das sexuelle Verlangen wird durch eine Kastration eher gemindert. An der sexuellen Orientierung ändert sich hingegen nichts. Männer müssen nach einer Kastration damit rechnen, in ihrer Erektionsfähigkeit stark eingeschränkt zu sein.