Kastration: Kastration Mann & Frau

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. Oktober 2011)

Kastration Mann

Eine Kastration beim Mann kann bei Tumorerkrankungen wie Prostatakrebs oder Hodenkrebs angezeigt sein. Die operative Entfernung der Hoden nennt man auch Orchiektomie. Bei einer Behandlung mit Hormonen (hormonale Kastration) werden beim Mann Östrogene, Gestagene oder Antiandrogene verabreicht.

Erfolgt eine Kastration beim Mann vor der Pubertät, bleibt der Stimmbruch aus, sodass Jungen ihre hohe Stimme behalten (sog. Kastratenstimme). Auch die Entwicklung weiterer sekundärer Geschlechtsmerkmale findet nicht statt. Nach einer Kastration kommt es beim Mann außerdem zu einer stark eingeschränkten Erektionsfähigkeit.

Kastration Frau

Werden bei der Frau im Rahmen einer Kastration beide hormonproduzierenden Eierstöcke chirurgisch entfernt, spricht man auch von einer Ovarektomie. Ein solcher Eingriff kann zum Beispiel bei Tumoren, Zysten oder auch zur Ausschaltung der hormonellen Funktionen im Rahmen eines Mammakarzinoms erforderlich sein. Für eine hormonalen Kastration nehmen Frauen Androgene oder Antiöstrogene ein.

Neben psychischen Veränderungen bewirkt eine Kastration vor der Pubertät bei Frauen, dass das Brustwachstum ausbleibt. Erfolgt die Kastration nach der Pubertät, können sich die sekundären Geschlechtsmerkmale, also auch die Brüste zurückbilden. Frauen können außerdem durch eine Kastration Symptome von Wechseljahren aufweisen.