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Homosexualität

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Oktober 2011)

© Jupiterimages/iStockphoto

Homosexualität bezeichnet eine sexuelle Orientierung, bei der das sexuelle Verlangen überwiegend auf Personen des gleichen Geschlechts gerichtet ist.

Warum manche Menschen eine sexuelle Vorliebe für das gleiche Geschlecht haben, ist unklar. Viele Homosexuelle werden sich im Jugendalter ihrer Neigungen bewusst. Häufig versuchen sie zunächst, die Homosexualität vor anderen, aber auch vor sich selbst zu verleugnen, bevor sie ihre sexuelle Orientierung sich und anderen eingestehen (sog. Coming-Out).

Schätzungen zufolge sind etwa ein bis zwei Prozent der Frauen und zwei bis vier Prozent der Männer in Deutschland homosexuell.

Der Begriff Homosexualität (griech. homo = gleich; sexus = Geschlecht) stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde von dem Schriftsteller Karl Maria Kertbeny geprägt. Männer, die sich von Männern angezogen fühlen, nennt man schwul. Frauen, deren sexuelles Interesse auf Frauen gerichtet ist, werden als lesbisch bezeichnet. Menschen, die sowohl mit dem gleichen als auch mit dem anderen Geschlecht sexuellen Kontakt haben, werden als bisexuell (lat. bi = zweifach) bezeichnet.

Die gesellschaftliche Bewertung von Homosexualität hängt stark von der jeweiligen Kultur ab. Lange Zeit galt Homosexualität als Straftat und wurde als krankhaft angesehen. Homosexuelle wurden diskriminiert und benachteiligt. In Deutschland und im ganzen westlichen Kulturkreis hat sich jedoch die öffentliche Meinung gewandelt und Homosexualität wird heute weitgehend gesellschaftlich akzeptiert. Zwar wird in konservativen Kreisen Homosexualität nach wie vor oft nicht gerne gesehen und gilt als Sünde oder Vergehen gegen die Natur des Menschen. Doch bei einem Großteil der Gesellschaft hat sich ein normaler und gleichberechtigter Umgang mit Homosexuellen durchgesetzt.

Ein homosexuelles, männliches Paar, an einer Hand ist ein Ehering zu sehen. © Jupiterimages/BananaStock

Seit 2001 können sich homosexuelle Paare als Lebensgemeinschaft eintragen lassen.

Nicht nur gesellschaftlich, auch politisch-rechtlich hat sich die Situation bezüglich Homosexualität positiv entwickelt: Seit dem Jahr 2001 ist es für Homosexuelle möglich, sich als Lebensgemeinschaft eintragen zu lassen – dadurch sind sie einer ehelichen Verbindung zwischen heterosexuellen Partnern in vielen Bereichen gleichgestellt.


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