Gruppensex: Beweggründe und Konstellationen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. September 2015)

Gruppensex war und ist in zahlreichen Kulturen Bestandteil kultischer Feste, so etwa im Hinduismus. Im Christentum galt Gruppensex lange Zeit als unmoralisch, da sexuelle Aktivitäten nur in der Ehe und dann nur mit dem Ehepartner stattfinden sollten. Diese Auffassung der rein ehelichen Sexualität teilen weite Teile der Bevölkerung spätestens seit der sexuellen Liberalisierung mit Beginn der 1960er Jahre nicht mehr.

Wenn Paare sich zum Gruppensex entscheiden, kann das individuell unterschiedliche Beweggründe haben: Manche genießen es, beim Sex beobachtet zu werden, andere bevorzugen es, selbst zu beobachten. Sie sind exhibitionistisch oder voyeuristisch veranlagt. Einige Menschen verbinden beide Neigungen.

Historische Darstellung von Gruppensex © Jupiterimages/iStockphoto

Gruppensex gab es bereits im Altertum.

Wie viele Männer und Frauen sich jeweils zum Gruppensex zusammenfinden, richtet sich nach den Vorlieben der Partner oder spontan nach der Situation. Ob ein heterosexuelles Paar als dritten Mitspieler einen Mann oder eine Frau für einen flotten Dreier hinzuzieht, kann auch mit einer eventuell bestehenden Bisexualität eines oder beider Partner zusammenhängen.

Kommt es zum Gruppensex zwischen mehreren Frauen und nur einem Mann, können die Frauen den Mann gemeinsam verwöhnen und sich vom Mann sexuell erregen lassen. Möglich sind auch sexuelle Handlungen zwischen den Frauen, die von Küssen über Streicheln bis zur oralen Befriedigung reichen können. Dieses Beispiel gilt ebenso für Gruppensex, an dem einige Männer und eine oder mehrere Frauen teilnehmen. Entweder beschränkt sich der sexuelle Austausch jeweils auf das andere Geschlecht oder es kommt auch zu sexuellem Kontakt zwischen den Männern. Bisexuelle Paare ziehen mitunter einen homosexuellen dritten oder vierten Partner hinzu, der sich in der Gruppe vor allem um den Partner gleichen Geschlechts kümmert.