Geschlechtsverkehr (Beischlaf, Koitus): Statistik

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (13. September 2011)

Die Statistik zeigt es: Jugendliche haben heute später Geschlechtsverkehr als noch im Jahr 2005. Die Annahme, dass deutsche Mädchen und Jungen immer früher Sex haben, kann demnach nicht aufrechterhalten werden.

Während 2005 noch zwölf Prozent der 14-jährigen Mädchen Erfahrung mit Geschlechtsverkehr gemacht hatten, waren 2010 nur noch sieben Prozent. Bei den 14-jährigen Jungen sank der Anteil laut Statistik von zehn auf vier Prozent.

Mehr als ein Drittel aller Jugendlichen hatte bis zu einem Alter von 17 Jahren noch keinen Geschlechtsverkehr: Mit 17 Jahren hatten 66 Prozent der weiblichen Teenager bereits Geschlechtsverkehr, bei den gleichaltrigen Jungen waren es 2011 65 Prozent.

Ein junges Paar kuschelt im Bett. © Jupiterimages/Stockbyte

Laut Statistik haben Paare im Durchschnitt 117 Mal pro Jahr Sex.

Den ersten Geschlechtsverkehr – das "erste Mal" – haben die meisten Deutschen in einer festen Partnerschaft. Dabei verwenden die meisten Paare bei ihrem ersten Mal ein Kondom – später greifen die Mädchen häufiger zur Pille.

Überhaupt wird das Thema Verhütung bei Jugendlichen zunehmend großgeschrieben. Die Statistik zeigt: Beim "ersten Mal" haben 92 Prozent aller Jungen und Mädchen verhütet – vor 30 Jahren war dieser Anteil viel niedriger.

Wie häufig jemand Geschlechtsverkehr hat, hängt von vielen Faktoren ab. Der Studie eines Kondomherstellers aus dem Jahr 2008 zufolge hatten die Deutschen laut Statistik pro Jahr 117 Mal Sex. Während manche Menschen das Bedürfnis verspüren, häufig mit dem Partner zu schlafen, spielt Geschlechtsverkehr im Leben anderer Menschen kaum eine Rolle – möglicherweise auch, weil der passende Partner fehlt. Darüber hinaus können sich auch das Alter oder die körperliche und psychische Verfassung darauf auswirken, wie groß die Lust ist.

Nicht nur die Häufigkeit, auch die Dauer von Geschlechtsverkehr kann erheblich variieren. Nach dem Motto: "Spaß macht, was gefällt" gibt es hierfür keine Richtlinien. Vielmehr sollte jeder für sich selbst entscheiden, wie lange und wie oft er mit einem anderen Menschen intim werden möchte.