G-Punkt der Frau: Weibliche Ejakulation

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. Juni 2011)

Wie hängt die sogenannte weibliche Ejakulation mit dem G-Punkt zusammen? Frauen, die durch Stimulation des G-Punkts zum Orgasmus kommen können (sog. "vaginaler Orgasmus", unter Experten umstritten), sollen eher als beim klitoralen Orgasmus in der Lage sein, auch eine weibliche Ejakulation zu bekommen. Bei der weiblichen Ejakulation sondert die Frau während des Orgasmus unwillkürlich eine Flüssigkeit entweder durch die Harnröhre oder durch kleine Öffnungen neben dem Austritt der Harnröhre ab. Hierbei handelt es sich nicht um Urin!

Die Flüssigkeit stammt aus den sogenannten Skene-Drüsen oder Skene-Gängen (anatomisch: Ductus paraurethrales), die zum Teil in die Harnröhre münden, zum Teil in der Nähe der Harnröhrenöffnung mit eigenen Ausgängen in die Vulva münden. Ihre Flüssigkeit setzt sich ähnlich zusammen wie die der männlichen Prostata; daher bezeichnen Wissenschaftler die Skene-Gänge auch als "weibliche Prostata".

Schätzungen zufolge erlebt circa jede dritte Frau hin und wieder eine Ejakulation. Sie muss aber keineswegs regelmäßig auftreten, sondern scheint vor allem mit besonders intensiven Orgasmen einherzugehen. Wie viel und auf welche Art die Frau die Flüssigkeit freisetzt, schwankt von Person zu Person und von Orgasmus zu Orgasmus stark. Ein Patentrezept für die weibliche Ejakulation gibt es nicht.

Nicht selten ist es Frauen unangenehm, wenn sie ejakulieren, da sie oder ihr Partner die Flüssigkeit fälschlicherweise für Urin halten. Eine offene Einstellung zur Sexualität und etwas Neugier helfen dem Paar, solche Themen ohne Scham anzusprechen und erspart miese Stimmung im Bett. Der eigene und der Körper des Partners halten so manche Überraschung bereit.