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Fetischismus

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Oktober 2011)

© Jupiterimages/Comstock Images

Unter Fetischismus versteht man ein Sexualverhalten, bei dem eine Person nur durch bestimmte Objekte sexuell erregt wird, so zum Beispiel durch Kleidungsstücke wie beim Wäsche- oder Schuhfetischismus oder bestimmte Materialien wie etwa Leder oder Gummi. Auch spezielle Eigenschaften oder Körperregionen des Partners können einen Fetischismus definieren (z.B. Fußfetischismus, Gesäßfetischismus).

Der Begriff Fetisch stammt vom portugiesischen Begriff "fetiço", der übersetzt "Zauber" bedeutet und im 15. Jahrhundert von portugiesischen Forschungsreisenden für geschnitzte Holzfiguren und Steine von Eingeborenen in Westafrika verwendet wurde. Im sexuellem Zusammenhang steht der Begriff "Fetisch" für ein unbelebtes Objekt, auf das jemand sein sexuelles Interesse richtet.

Im engeren Sinne zählt Fetischismus je nach Ausmaß und selbstempfundenen Leidensdruck zu den Störungen der Sexualpräferenz. Die Grenze zwischen "normal" und "abnorm" lässt sich dabei jedoch nicht eindeutig ziehen. So gibt es viele Menschen, die sich etwa von Brüsten oder anderen Körperregionen sexuell angezogen fühlen. Bisweilen dienen bestimmte Kleidungsstücke einer Frau als Ersatz für die abwesende Person, auf die das sexuelle Intersse gerichtet ist. Ein Fetischist wird nur im Zusammenhang mit dem Objekt sexuell erregt beziehungsweise ist nur dann zu sexuellen Handlungen oder zum Orgasmus fähig.

Im Prinzip können alle Gegenstände zum Fetisch werden, in den meisten Fällen handelt es sich jedoch um bestimmte Kleidungsstücke. Dabei gibt es verschiedene Arten wie der Fetischismus ausgelebt wird: Einige Fetischisten berühren, tragen und beriechen die Gegenstände, manche masturbieren währenddessen. Andere bitten ihre Partnerin oder ihren Partner, Kleidungsstücke oder Gegenstände beim Geschlechtsverkehr zu tragen beziehungsweise zu benutzen. Fetischismus findet sich fast ausschließlich bei Männern.

Manche Fetischisten leiden aufgrund ihrer Neigung unter Schuldgefühlen oder Depressionen, sodass gegebenenfalls eine Therapie erforderlich ist. Zudem kann es wegen eines Fetischismus zu Problemen in der Partnerschaft kommen.


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