Fetischismus: Krankhaft?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Oktober 2011)

Der Fetischismus ist nach internationalen medizinischen Klassifikationen eine Sexualstörung. In schweren Fällen ist er mit psychotherapeutischer Unterstützung behandlungsbedürftig. Allerdings entscheidet die Grenze zwischen "normal" und "krankhaft" wesentlich die Frage nach dem Suchtcharakter.

Der Fetischismus ist dann als behandlungsbedürftig einzustufen, wenn er zwanghaft wird und unerlässlich für die sexuelle Befriedigung ist und als Hauptquelle für sexuelle Erregung anzusehen ist. Außerdem muss Fetischismus über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten bestehen, um als sexuelle Störung zu gelten. Nutzt eine Person bestimmte Gegenstände hin und wieder zur Luststeigerung, vor allem beim Partner, wird dies dagegen als "normal" angesehen.