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Exhibitionismus

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Oktober 2011)

© Jupiterimages/PhotoDisc

Unter Exhibitionismus (lat. exhibere: hinhalten, darbieten) versteht man ein abweichendes Sexualverhalten, bei welchem eine Person seine Geschlechtsorgane vor anderen – meist Mädchen oder Frauen – ohne deren Einverständnis zur Schau stellt. Ein Exhibitionist empfindet eine (sexuelle) Genugtuung und Befriedigung, wenn er sich vor anderen Menschen ganz oder teilweise entblößt. Exhibitionisten greifen in der Regel niemanden an – die Befriedigung erfahren sie im Schock oder dem verletzten Schamgefühl ihres Gegenübers.

Der Drang, sich nackt zur Schau zu stellen, ist meist zwanghaft. Exhibitionismus gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen. Manchmal ist der Exhibitionismus nur eine Phase im Leben des Exhibitionisten, zum Beispiel während des Heranwachsens (Adoleszenz) oder im Zusammenhang mit akuten Krisen wie zum Beispiel Konflikte in der Partnerschaft. Bei anderen Menschen besteht der Exhibitionismus ein Leben lang. Einige der meist männlichen Exhibitionisten befriedigen sich während der Zurschaustellung ihrer Geschlechtsorgane selbst, andere nicht. Meist wünschen sie keinen näheren Kontakt zu ihrem Opfer.

Man geht davon aus, dass die Ursachen von Exhibitionismus psychischer Natur sind. Eindeutig geklärt sind sie bislang jedoch nicht. Als mögliche Ursachen kommen der Wunsch nach Aufmerksamkeit und Störungen hinsichtlich der Kontaktfähigkeit infrage.

Um Exhibitionismus zu therapieren, erfolgt eine Psychotherapie. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Betroffene sein Verhalten als problematisch anerkennt und bereit ist, eine entsprechende Therapie anzunehmen.

Exhibitionistische Handlungen sind nach Paragraph 183 des Strafgesetzbuchs (Erregung öffentlichen Ärgernisses) generell strafbar. Bei wiederholter öffentlicher Zurschaustellung der Geschlechtsorgane wird der Exhibitionist per Gesetz zu einer Therapie verpflichtet.


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