Exhibitionismus: Hintergründe

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Oktober 2011)

Frauen und Männer, die sich zum Beispiel gerne an FKK-Stränden zeigen oder für Fotografen oder Maler posieren, sind gesellschaftlich akzeptiert. Dahinter können milde Varianten von Exhibitionismus stecken. Als abweichendes Sexualverhalten gilt das Entblößen in der Öffentlichkeit dann, wenn man versucht, andere Menschen zu schockieren und sich dadurch sexuell zu stimulieren.

Wie stark sich der Exhibitionist stimuliert fühlt, hängt wesentlich von der Reaktion ab, die er bei den unfreiwilligen Beobachtern hervorruft. Zwanghaft versucht er, Überraschung oder Schrecken zu provozieren, um sich so von psychischen Spannungen zu befreien.

Reaktionen wie Schweigen, Erschrecken oder Beschimpfen regen den Exhibitionisten eher noch zu weiteren exhibitionistischen Handlungen an, als dass sie ihn von seinem Tun abhalten. Wenn die Opfer Ekel, Panik oder Schrecken zeigen, verstärkt dies die Erregung des Exhibitionisten.

Ausbleibender Schrecken oder Ekel seitens des Opfers frustrieren den Exhibitionisten hingegen, besonders wenn das Opfer gelassen reagiert oder den Nackten gar auslacht. Übergriffe und Handgreiflichkeiten kommen dabei selten vor, und gehen dann in der Regel nur vom Opfer aus. Exhibitionisten halten dagegen eher Abstand und machen sich nach vollzogener Zurschaustellung davon.