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Was wir Merkwürdiges im Schlaf tun – und ab wann es gefährlich wird

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Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir mit Schlafen. Dem Natürlichsten der Welt. Wirklich? Was wir nachts an eigentümlichen Dingen tun, beginnt die Forschung erst langsam zu begreifen.

1. Warum manche Menschen schlafwandeln

Häufig gehen Schlafwandler gar nicht auf Wanderschaft, sondern setzen sich lediglich im Bett auf, zupfen an der Bettdecke oder untersuchen die Wand neben dem Bett. Wie körperlich aktiv auch immer, Hirnstrom-Messungen haben gezeigt, dass sich Schlafwandler in der Tiefschlafphase befinden. Nach ein paar Minuten kehren sie wohlbehalten ins Bett zurück und können sich am nächsten Morgen nicht an ihren nächtlichen Ausflug erinnern.

Während eines Traums bleibt der Körper meistens ruhig liegen – so aufregend der Traum auch sein mag. Beim Schlafwandeln – medizinisch Somnambulismus genannt – werden dagegen im Gehirn motorische Programme abgerufen. Ein einfacher Reiz wie Krach oder eine volle Blase können ausreichen, damit sich die Muskeln in Bewegung setzen: in einem Zustand zwischen Schlaf und Wachsein. Mit den Mondphasen hat das übrigens nichts zu tun.

Wer ist betroffen?

Etwa 30 Prozent der Kinder und ein Prozent der Erwachsenen sind zumindest hin und wieder nachts unterwegs. Mit dem Ende der Kindheit wächst sich das Schlafwandeln in den meisten Fällen aus.

Wann wird es gefährlich?

Die sprichwörtliche traumwandlerische Sicherheit haben ausgerechnet Schlafwandler nicht: Immer wieder verletzen sie sich auf ihren Streifzügen, zum Beispiel weil sie über Möbel oder herumliegende Gegenstände stolpern. Es gibt auch Fälle von Schlafwandlern, die sich hinter das Autosteuer gesetzt haben. So spektakulär endet es aber äußerst selten.

Was hilft dagegen?

Gefährliche Gegenstände sollte man bei regelmäßigem Schlafwandeln zur Sicherheit wegräumen. Türen und Balkone sollten nachts abgeschlossen sein. Am wichtigsten: Schlafwandler sollte man nicht ruckartig wecken, sondern leise ansprechen und sie langsam zurück ins Bett begleiten.

2. Was bedeutet dieses Zucken beim Einschlafen?

Das Schlafzimmer ist dunkel, langsam kehrt Ruhe ein, die Atmung wird tiefer, die Gedanken hören auf zu kreisen. Endlich wegdämmern ... Und dann, ganz plötzlich, zucken die Unterschenkel. Mist, wieder wach.

Die Körperfunktionen fahren unterschiedlich schnell herunter. Während jene Gehirnregionen, die für das Denken zuständig sind, schon fast abgeschaltet haben, ist der für Bewegungen zuständige Bereich noch aktiv. So kommt noch das eine oder andere Signal in den Muskeln an. Und sie zucken, ob man will oder nicht.

Wer ist betroffen?

Das Phänomen kennen etwa 70 Prozent der Menschen. Am ehesten stört es vermutlich den Bettpartner.

Wann wird es gefährlich?

Beim Einschlafen zu zucken ist in der Regel vollkommen harmlos. Die Wahrscheinlichkeit ist aber höher, wenn man gerade viel Stress hat oder abends noch Kaffee getrunken hat.

Was hilft dagegen?

Eine Behandlung ist nicht nötig. Wenn es einen Zusammenhang zu starkem Stress gibt, können Entspannungsübungen helfen – oder den Stress im Alltag zu reduzieren.

3. Schnarchen und Atemaussetzer sind kein Kavaliersdelikt

Schlafen heißt Entspannen. Das gilt auch für die Muskulatur am Gaumen. Je nach Anatomie im Rachen fängt das Gaumensegel an, mit der Atemluft hin- und her zu flattern – und das Schnarchkonzert beginnt. Das Gaumensegel ist eine faltige Fortsetzung des Gaumens.

Wer auf dem Rücken liegt, bei dem sinkt der hintere Teil der Zunge tiefer in den Rachen hinein: erhöhte Schnarchgefahr! Auf dem Bauch oder auf der Seite zu liegen kann das Schnarchen in den meisten Fällen reduzieren.

Schnarchen stört häufig am meisten den Bettpartner. Bei nächtlichen Atemaussetzern wird es aber gefährlich. © iStock

Schnarchen stört häufig am meisten den Bettpartner. Bei nächtlichen Atemaussetzern wird es aber gefährlich.

Wer ist betroffen?

Am häufigsten schnarchen Männer im mittleren bis hohen Lebensalter. Bei Übergewicht lagert sich vermehrt Fett im Bereich des Halses ab – ein Risikofaktor für das Schnarchen. Mit der Geräuschkulisse wird beim sogenannten primären Schnarchen aber am ehesten der Partner ein Problem haben. Es beeinflusst die Schlafqualität nicht, wenn der Schnarcher normal atmet und keinen erhöhten Puls hat.

Wann wird es gefährlich?

Wenn die Atemwege nachts so verengt sind, dass kaum noch Luft hindurchkommt, ist das purer Stress für den Körper. Immer wieder setzt der Atem aus, dabei sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut, der Kohlendioxidgehalt steigt. Darauf folgt eine Weckreaktion als Alarm, um den Atemaussetzer zu beenden: typische Symptome einer Schlafapnoe, die fast immer mit starkem Schnarchen einhergehen. Auch wenn man davon nicht bewusst wach wird, der Schlaf ist gestört, und die Betroffenen wachen morgens wie gerädert auf. Die unruhige Nachtruhe gleicht für den Körper eher einem ständigen Ringen um Luft – und auf Dauer stellt sie ein großes Risiko für Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Arteriosklerose sowie Herzinfarkt und Schlafanfall dar. Kriterium für das Schlafapnoesyndrom sind mindestens fünf Atemaussetzer pro Stunde, die jeweils mindestens zehn Sekunden andauern.

Was hilft dagegen?

Alkohol- und Nikotinkonsum sowie Übergewicht sind die wesentlichen Risikofaktoren für das Schlafapnoesyndrom. Es kann also helfen, abzunehmen und auf Alkohol und Zigaretten zu verzichten. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, hilft zuverlässig eine nächtliche Beatmung, die sogenannte CPAP-Therapie (continuous positive airway pressure). Bei dieser kontinuierlichen Positivdruckbeatmung erzeugt ein Gerät über ein Gebläse einen Überdruck und überträgt ihn über eine Atemmaske zu den Atemwegen. Dieser Überdruck hält die Atemwege offen. Atemaussetzer und starkes Schnarchen verschwinden.

Eine Schlaftherapiemaske mag zunächst vielleicht abschreckend wirken, aber die Therapie hilft und kann erholsamen Schlaf zurückbringen. In den vergangenen Jahren wurden CPAP-Geräte weiterentwickelt und sind deutlich geschrumpft. Sogar für Reisen gibt es inzwischen mobile Geräte wie die DreamStation Go von Philips: Sie ist so kompakt und leicht, dass sie in jede Tasche passt.

Um Einblicke in die eigene Schlafqualität zu bekommen, kann die DreamStation Go über die DreamMapper App sogar per Bluetooth mit dem Smartphone synchronisiert werden. Wer weiß, wie belastend eine Schlafapnoe ist, und sich nach erholsamem Schlaf sehnt, sollte sich bei Beschwerden an seinen Hausarzt wenden.

4. Was hinter den hektischen Augenbewegungen beim Träumen steckt

Wenn man einschläft, kommt der Körper zur Ruhe. Der Puls fährt herunter, die Muskeln lockern sich. Über die Einschlafphase gleiten wir in leichte bis mittlere Schlafphasen bis hin zur Tiefschlafphase. Immer wieder in Zyklen. Die sogenannte REM-Phase (Rapid Eye Movement) ist nach den Bewegungen benannt, die die Augen dann machen: Die Pupillen wandern ruckartig hin und her, während der Puls und die Atmung beschleunigen. Die Augenlider sind geschlossen.

Diese Augenzuckungen spiegeln Sinneseindrücke unserer Träume wider.  Während der REM-Phasen feuern im Gehirn genau jene Hirnareale Signale, die auch im Wachzustand neue Bilder verarbeiten. Wer aus dem REM-Schlaf geweckt wird, kann sich übrigens besonders gut an seine Träume erinnern.

Wer ist betroffen?

Jeder. Auch wenn die hektischen Augenbewegungen nicht so wirken, die REM-Phasen gehören elementar zu einem erholsamen Schlaf dazu.

Wann wird es gefährlich?

Die REM-Bewegungen sind ganz normal. Die Augenlider sind währenddessen ohnehin geschlossen. Lediglich wenn die Skelettmuskeln in den REM-Phasen nicht entspannt sind, sondern den Traum ausleben, besteht die Gefahr, aus dem Bett zu fallen. Diese Schlaf-Verhaltensstörung trifft vor allem Männer ab 60 Jahren, ist aber selten.

Was hilft dagegen?

Da die REM-Phasen so wichtig für die Erholung im Schlaf sind, sollte man sie eher fördern, indem man regelmäßige Schlafenszeiten einhält.

Die meisten Schlafphänomene sind harmlos. Regelmäßige Schlafstörungen beeinträchtigen die Lebensqualität aber stark. © Jupiterimages/iStockphoto

Die meisten Schlafphänomene sind harmlos. Regelmäßige Schlafstörungen beeinträchtigen die Lebensqualität aber stark.

5. Warum manche Menschen im Schlaf stöhnen, schimpfen, sprechen

Zu verstehen ist das Gebrummel meistens nicht. Mediziner nennen es Somniloquie, wenn Menschen im Schlaf vor sich hin brabbeln, fluchen oder auch klar sprechen. Am nächsten Morgen kann man sich nicht daran erinnern.

Das Sprechen im Schlaf tritt meistens zwischen verschiedenen Stadien des Non-REM-Schlafs auf, kann aber auch während dieser Phasen vorkommen. In diesem Fall werden vermutlich geträumte Sätze laut ausgesprochen.

Wer ist davon betroffen?

Die Hälfte aller Kinder brabbelt hin und wieder im Schlaf, bei den Erwachsenen tun das nur noch rund fünf Prozent. Männer übrigens häufiger als Frauen.

Ab wann wird es gefährlich?

Störend ist das nächtliche Selbstgespräch höchstens für den Bettpartner. Aber auch er kann sich die Worte meistens nicht bis zum nächsten Morgen merken – wenn er sie überhaupt verstanden hat.

Was kann man dagegen tun?

Neben Fieber sowie Alkohol- und Drogenkonsum ist emotionaler Stress der größte „Risikofaktor“. In solchen Phasen spricht man deutlich häufiger im Schlaf. Am ehesten hilft also, Stress zu reduzieren.

6. Schlaflähmung klingt gefährlicher, als sie ist …

Damit man seine Träume nachts nicht auslebt, stehen die Muskeln beim Schlafen still. Normalerweise wachen sie morgens von allein wieder auf und sind sofort einsatzbereit. Manchmal klappt das aber nicht so reibungslos, und die Muskeln fühlen sie an wie gelähmt. Die Atmung funktioniert zwar, das Phänomen kann ansonsten aber die gesamte Skelettmuskulatur betreffen – auch die Augenlider.

Wer ist betroffen?

Im Prinzip kann es jeden treffen. Schichtarbeiter berichten aber häufiger über Schlaflähmung, genauso Menschen, die akut unter Jetlag leiden.

Ab wann wird es gefährlich?

In der Regel ist das Gefühl der Lähmung nach ein paar Sekunden automatisch vorüber, und alles funktioniert wie gewohnt. Dauert die Lähmung aber länger – manchmal auch Minuten lang – an, kann sich das ziemlich beklemmend anfühlen.

Was kann man dagegen tun?

Schlaflähmung benötigt keine Behandlung, sondern lediglich ein paar Sekunden Geduld und Ruhe. Erst wenn das Phänomen regelmäßig auftaucht, sollte man sich an einen Schlafmediziner wenden.

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