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Behandlungs-Optionen bei Kopfhaut-Psoriasis
Alles Gute kommt von oben?

Kopfhaut-Psoriasis wird meist äußerlich behandelt: also "von oben", gezielt auf die betroffenen Stellen. Dabei kommen folgende Wirkstoffe zum Einsatz:

Calcipotriol und andere Verwandte des Vitamin D3 (Tacalcitol) normalisieren das Wachstum der Hautzellen und verbessern spezielle Veränderungen der psoriatischen Haut.

Kortison-ähnliche Wirkstoffe (Kortikoide) bessern die Symptome meist schnell. Ein neuartiges Gel kombiniert Kortikoid mit Calcipotriol - und ist auch langfristig gut verträglich.

Teer ist ein althergebrachtes Mittel gegen Kopfhaut-Psoriasis. Nachteile sind der unangenehme Geruch und das Verfärben von Haut und Kleidung.

Salicylsäure löst hartnäckige Schuppen von der Kopfhaut - behandelt aber nicht die dahinter stehende Entzündungsreaktion der Haut. Hohe Konzentrationen wirken hautirritierend.

Dithranol hemmt das übermäßige Zellwachstum und zeigt eine zuverlässige Wirkung. Problem: Dithranol verfärbt die Haut, die Kleidung und das Waschbecken.
 

"Keine Angst vor Kortison" - 3 Fragen an PD Dr. Thomas Rosenbach, niedergelassener Dermatologe in Osnabrück


Zu den Klassikern in der Behandlung von Kopfhaut-Psoriasis zählt auch Kortison. Was genau ist das eigentlich?
Kortison ist ein körpereigenes Hormon, das erfolgreich zur Behandlung vieler Hautkrankheiten eingesetzt wird.

In der Öffentlichkeit ist der Begriff "Kortison" stark mit der Angst vor Nebenwirkungen assoziiert - ist diese Sorge berechtigt?
Nein. Die Sorge vor Nebenwirkungen stammt aus den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Kortisonmedikamente wurden damals zu hoch dosiert und auch falsch verwendet. Bei sach- und fachgerechter Anwendung durch den Hautarzt besteht heutzutage keine Gefahr!

Kopfhaut-Psoriasis betrifft die Patienten ein Leben lang. Gibt es Erfahrungen zur Langzeitanwendung von Kortison für diese Ausprägung der Schuppenflechte?
Obwohl die Kopfhaut sehr resistent gegenüber äußerlichen Kortisonanwendungen ist, stellt heutzutage eine Kombination von Vitamin D3 und Kortison den so genannten Goldstandard zur Behandlung der Kopfhaut dar. Dazu gibt eine Untersuchung, bei der Patienten mit Kopfhaut-Psoriasis ein Jahr lang ein neuartiges Gel angewendet haben. Bereits nach 2 Wochen waren 6 von 10 Patienten nahezu oder völlig erscheinungsfrei. Bei keinem der Patienten kam es nach 52 Wochen zu der gefürchteten Hautatrophie, sprich dem Dünnerwerden der Haut.
 

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