Zwillinge, Mehrlinge: Zwillingsschwangerschaft

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (31. Juli 2017)

Eine Zwillingsschwangerschaft wird in der Regel früh per Ultraschall erkannt. Besonders, wenn die Zwillinge getrennte Fruchthöhlen haben, sind diese schon früh gut sichtbar. Bei den drei großen Vorsorgeuntersuchungen wird der Frauenarzt gezielt unter anderem nach einer möglichen Mehrlingsschwangerschaft schauen. Ob es sich um eineiige Zwillinge mit gemeinsamer Fruchthöhle handelt, lässt sich am besten zwischen der 8. und 12. Schwangerschaftswoche feststellen. Spätestens nach der 16. SSW ist das nicht mehr möglich, da getrennte Fruchthöhlen nun auf dem Ultraschall nicht mehr differenzierbar sind.

Frauenärzte achten daher bei der ersten großen Ultraschalluntersuchung besonders sorgfältig darauf, eine Zwillingsschwangerschaft zu erkennen, da die Schwangerschaft mit eineiigen Zwillingen mit nur einer Fruchthöhle besonders risikobehaftet ist.

Grundsätzlich wird jede Schwangerschaft mit Mehrlingen als Risikoschwangerschaft eingestuft. Daher werden Schwangere mit Zwillingen oder mehr häufiger untersucht.

Vorsorgeuntersuchungen

Erwartet eine Frau Zwillinge, Drillinge oder mehr, sind häufigere Vorsorgeuntersuchungen nötig als bei einer normalen Schwangerschaft:

  • Bis zur 28. Schwangerschaftswoche erfolgt alle zwei Wochen eine Untersuchung.
  • Ab der 28. SSW wird die werdende Mutter jede Woche überwacht.

Bei jedem Vorsorgetermin wird auch kontrolliert, ob bereits der Gebärmutterhals verkürzt oder der Muttermund geöffnet ist.

Ab der 28. Schwangerschaftswoche erfolgt regelmäßig eine Cardiotocographie (CTG), um die Herzaktionen der Babys zu kontrollieren und eventuelle verfrühte Wehen zu erkennen. Zudem kann per Ultraschall eine mögliche Wachstumsverzögerung der Neugeborenen frühzeitig erkannt werden.